BMW-Händler May & Olde trotzt der Krise

Autor: Andreas Wehner

Im Corona-Jahr 2020 hat der schleswig-holsteinische BMW-Händler May & Olde zwar weniger Autos verkauft als ein Jahr zuvor. Dennoch sind die Erträge gestiegen. Für das laufende Jahr ist das Unternehmen zuversichtlich.

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Das Autohaus May & Olde hat sich 2020 gut geschlagen.
Das Autohaus May & Olde hat sich 2020 gut geschlagen.
(Foto: May & Olde)

Schleswig-Holsteins größter BMW- und Mini-Händler May & Olde hat sich im Krisenjahr 2020 gut geschlagen. Zwar gingen bei der Autohandelsgruppe Absatz und Umsatz zurück. Dennoch verdiente das Unternehmen mehr Geld als im Jahr zuvor.

May & Olde verkaufte im vergangenen Jahr 1.175 Neu- und Vorführwagen. Das entspricht einem Rückgang von 14,5 Prozent im Vergleich zu 2019. Zudem lieferte das Unternehmen 2.399 Gebrauchtwagen aus (-10,2 %). Der Umsatz ging um 14,4 Prozent auf 107,6 Millionen Euro zurück. Dennoch blieben beim Deckungsbeitrag III mit 7,6 Millionen Euro 4,6 Prozent mehr übrig als im Vorjahr.

,,Das ist ein äußerst erfreuliches Ergebnis, erst recht angesichts der bewegten Zeiten, die wir während der Pandemie durchleben“, sagte Christian Rönsch, geschäftsführender Gesellschafter, am Donnerstag auf einer Online-Pressekonferenz.

Gute Erträge bei Neu- und Gebrauchtwagen

Zur Ertragssteigerung trugen sowohl der Neuwagen- und Gebrauchtwagenvertrieb als auch das Werkstattgeschäft bei. Lediglich beim Teilevertrieb musste May & Olde Einbußen hinnehmen.

Im Neuwagenbereich verkaufte May & Olde mehr hochwertige Fahrzeuge. Zudem laufen bedingt durch die Fördermaßnahmen auch elektrifizierte Fahrzeuge sehr gut. „Wir konnten unsere Neuwagen preislich insgesamt gut positionieren“, sagte Ralf Pohlmann, kaufmännischer Geschäftsführer bei May & Olde.

Auch Gebrauchtwagen habe das Unternehmen 2020 aufgrund der hohen Nachfrage mit guten Erträgen verkaufen können. Die Zahl der Standtage ging auf 50 zurück. „Das ist ein Bombenergebnis“, sagte Pohlmann.

Wachstum für das laufende Jahr erwartet

Das Unternehmen rechnet für 2021 mit deutlichen Steigerungen im Neu- und Gebrauchtwagenvertrieb, aber auch im Service. Dementsprechend soll auch der Umsatz wieder wachsen. In diesem Jahr feiert May & Olde sein 20-jähriges Unternehmensjubiläum. Zwar ist eine große Kundenveranstaltung aufgrund der Covid-19-Pandemie aktuell nicht möglich. Stattdessen hat das Unternehmen 20 Wochen lang immer wieder neue Angebote aus den Bereichen Verkauf, Service und Teilevertrieb für die Kunden parat.

May & Olde vertreibt die Marken BMW, Mini und Alpina an sieben Standorten in Schleswig-Holstein. Neben dem Hauptbetrieb in Halstenbek gehören Autohäuser in Elmshorn, Heide, Rendsburg, Kaltenkirchen, Quickborn und Itzehoe zur Gruppe. Das Unternehmen beschäftigt aktuell 226 Mitarbeiter, darunter 44 Auszubildende.

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Redakteur Newsdesk Automotive