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Mazda: Ein Herz für Familien

| Autor: Steffen Dominsky

Vom kompakten Raumwunder über klassische Kombis mit gewagten Antriebstechnologien bis hin zum preisgekrönten Designobjekt: Seit 60 Jahren schreibt die japanische Marke Familienfreundlichkeit groß.

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Kombis haben bei Mazda Tradition, wie überhaupt familienfreundliche Fahrzeugkonzepte.
Kombis haben bei Mazda Tradition, wie überhaupt familienfreundliche Fahrzeugkonzepte.
(Bild: Mazda)

Eigentlich sind Familienfahrzeuge rein nutzwertig-pragmatische Transportmittel mit Platz für alle Lieben und großes Gepäck. Doch sie können auch mehr. Vor allem Emotionen freisetzen als Fahrspaßgaranten in aufregenden Formen. Davon jedenfalls ist man bei Mazda seit 60 Jahren überzeugt. Schon immer dachten die Entwickler aus dem japanischen Fuchū ein bisschen anders als andere Autobauer.

Beispiele dafür finden sich in der Mazda-Historie genug. Schon der allererste, im Mai 1960 explizit als Familienauto vorgestellte Mazda-Pkw war quasi eine Sensation. Demonstrierte das winzige Kei-Car vom Typ R360 doch erfolgreich, dass vier Personen sogar in einem dynamisch gezeichneten, 2,98 Meter kurzen Coupé Platz finden können.

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Fahrfreude einerseits, extravagantes Design andererseits: Damit setzte Mazda einen Kontrapunkt zu den sonst eher funktionalen Familienautos der Sechzigerjahre. Was mit dem R360 Coupé erfolgreich begann – der Micro-Familiensportler eroberte zeitweise 65 Prozent des japanischen Kei-Car-Marktes – setzte der Hersteller mit dem Familia 1963 fort.

In Marktforschungen hatte Mazda ermittelt, dass Familien gerne Pkw-Komfort mit dem Platzangebot von Nutzfahrzeugen kombinieren würden: Der Mazda Familia Kombi erfüllte diese Kundenwünsche und ergänzte sie durch sportiv angehauchte Fahrleistungen im dynamischen Design des italienischen Star-Couturiers Bertone.

Bis zu 44 Prozent Marktanteil in seiner Klasse konnte der Familia Kombi so erreichen. In zweiter Generation, als Mazda 1000/1300, gehörte der Bestseller auch zum Programm des japanischen Herstellers in Deutschland. Bis zur Jahrtausendwende prägte der in vielfältigen Formen erhältliche Mazda Familia – in Europa seit 1977 unter dem Namen Mazda 323 vermarktet – die Klasse der kompakten Fünftürer.

Kreiskolbenmotor samt Wasserstoff

Dass Mazda von den Anfängen bis heute als designorientiert wahrgenommen wird, liegt aber auch am Mittelklassemodell Luce, einem weiteren Bertone-Entwurf, der 1967 als erster Mazda nach Europa exportiert wurde. Natürlich durfte eine Kombiversion des als „The Leading Lady“ gefeierten Luce nicht fehlen.

Mutige Antriebstechnik ins Kombisegment brachten dagegen die Modelle Mazda RX-3 (ab 1971) und RX-4 (ab 1972) mit ihren Kreiskolbenmotoren, die überdies vorzeitig die strengen US-amerikanischen Abgaswerte zukünftiger Jahre erfüllten. In den meisten europäischen Ländern wurden diese extravaganten Kombis dann aber doch mit Vierzylinder-Benzinern eingeführt.

So wie der Mazda 626, der ab 1987 erfolgreich neue Kombi-Größe in der Mittelklasse zeigte und auf manchen Märkten auch mit Allradantrieb lieferbar war. Noch weiter in die Zukunft blicken ließen damals die lokal emissionsfrei fahrenden Mazda 626 Capella Hydrogen Rotary Kombis, die in Japan mit wasserstoffbetriebenen Kreiskolbenmotoren in den Feldversuch gingen.

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Über den Autor

 Steffen Dominsky

Steffen Dominsky

Redakteur »kfz-betrieb«, Vogel Communications Group, Vogel Business Media GmbH & Co. KG