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Mazda erhöht Zugfestigkeit bei kaltumgeformten Stählen

Autor / Redakteur: Holger Schweitzer / Dr. Holger Schweitzer

Mazda hat hochfeste Stähle mit einer Zugfestigkeit von 1.310 MPa entwickelt. Sie sollen mehr Crashsicherheit bei weniger Gewicht bringen.

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Prämiere beim Mazda 3: Erstmals setzt der japanische Hersteller hier auf kaltgepresste Stähle mit höherer Zugfestigkeit.
Prämiere beim Mazda 3: Erstmals setzt der japanische Hersteller hier auf kaltgepresste Stähle mit höherer Zugfestigkeit.
(Bild: Mazda)

Um die Sicherheit von Autos zu erhöhen und das Gewicht der Karosserie zu senken, setzen viele Autohersteller bei Stahl auf Kaltumformung. Dies soll das Fahrzeughandling verbessern und gleichzeitig den Verbrauch senken. Mazda hat nun kaltumgeformte Karosserieteile aus hochfestem Stahl mit einer Zugfestigkeit von 1.310 MPa entwickelt. Der japanische Hersteller ist nach eigenen Angaben damit der erste Fahrzeughersteller, dem dies gelungen ist.

Wie das Unternehmen erklärt, konnten bislang Teile für die inneren Ringstrukturen der Karosserie nur mit Stahl der Klasse 1.180 MPa oder weniger kaltgepresst werden. Je höher dieser Wert, desto schwieriger wird es kaltumzuformen. So werden beispielsweise ultrahochfeste Stähle mit einer Zugfestigkeit von 1.800MPa warmumgeformt, da sich ansonsten Risse bilden können oder es zu Ungenauigkeiten im Material kommen kann.

Einige Karosserieelemente des neuen Mazda 3 sind aus kaltumgeformtem, hochfestem Stahl mit einer Zugfestigkeit von 1.310 MPa gefertigt.
Einige Karosserieelemente des neuen Mazda 3 sind aus kaltumgeformtem, hochfestem Stahl mit einer Zugfestigkeit von 1.310 MPa gefertigt.
(Bild: Mazda)

Estmals bei Mazda-3-Bauteilen

Aufgrund der besonderen Eigenschaften des neuen hochfesten Stahls soll er vor allem in Karosseriebereichen eingesetzt werden, die bei einer Kollision am stärksten beansprucht sind. Hierzu gehören etwa die A-Säule, die Scharniersäulenverstärkung sowie die Dachholme.

Als erstes Fahrzeug profitiert der neue Mazda 3 von Bauteilen aus dem neuen Material. Wie der japanische Hersteller informiert, liege so allein bei diesen drei Bauteilen die Gewichtsersparnis bei drei Kilogramm. Zudem komme das neue Material auch bei einigen anderen Teilen zum Einsatz. Damit steige insgesamt der Anteil von hochfesten Stählen auf 60 Prozent sowie bei ultrahochfesten Stählen auf 30 Prozent.

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