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Mazda führt Online-Gebrauchtwagenbewertung ein

| Autor: Julia Mauritz

Der Leverkusener Importeur vereinfacht mit einem Onlinerechner den Ankauf für seine Händler. Als Basis für die Wertermittlung dienen die Daten der DAT. Doch rein digital ist der Prozess dann doch nicht.

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(Bild: Mazda)

Mazda bietet seinen Kunden eine neue digitale Funktion an: Ab sofort können sie ihr aktuelles Fahrzeug online bewerten lassen – entweder über die Website der rund 400 Mazda-Händler oder über den Internetauftritt des Herstellers. Der Orientierungswert basiert dabei auf Daten der Deutschen Automobil Treuhand (DAT).

Für die Identifikation des Fahrzeugs muss der Nutzer neben der Marke und dem Modell noch ein paar weitere Informationen eingeben, darunter die Laufleistung und das Datum der Erstzulassung. Den ermittelten Fahrzeugwert sieht der Interessent dabei nicht nur direkt auf der Website. Er erhält parallel auch noch eine E-Mail und kann die Daten an einen Händler in seiner Nähe senden, wo die finale Bewertung unter Berücksichtigung des tatsächlichen Fahrzeugzustandes erfolgt.

Laut DAT-Geschäftsführer Jens Nietzschmann stelle sein Unternehmen Mazda die onlinebasierte Fahrzeugauswahl und die Gebrauchtfahrzeugwerte per Webservices zur Verfügung. „So kann jeder Interessierte eine erste Preisinformation zu seinem gebrauchten Pkw erhalten.“ Dies ersetze allerdings nicht die Inaugenscheinnahme durch den Mazda-Händler. Nur der könne alle wertbeeinflussenden Faktoren in eine Endbewertung einbeziehen.

Schnittstelle zum DMS

Die Funktionen der Gebrauchtwagenbewertung sind an die zentralen IT-Systeme von Mazda angebunden. So kann ein Händler die Daten des bewerteten Fahrzeugs über Mazdas Dealer-Management-System MACS automatisch in das DAT-System übertragen. Dadurch stehen die Daten im Beratungsgespräch umgehend zur Verfügung.

Mazda hatte im Rahmen seiner Digitalisierungsoffensive 2019 begonnen, verschiedene digitale Aktivitäten zu bündeln und dem Handel entsprechende Werkzeuge an die Hand zu geben. Mazda-Deutschland-Geschäftsführer Bernhard Kaplan ist überzeugt, „dass wir die digitale Customer Experience um eine weitere wichtige Funktion erweitern konnten“. Es sei ein logischer Schritt, den Handel zu unterstützen, Fahrzeuge aller Marken anzukaufen, wenn sich ein Kunde für ein Mazda-Modell interessiere.

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