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Mazda-Händler erwarten herausforderndes Jahr

Autor / Redakteur: Julia Mauritz / Julia Mauritz

Aktuell hat Mazda mit dem Luxusproblem zu kämpfen, dass die Nachfrage das Angebot übersteigt. Das könnte sich im kommenden Jahr ändern, befürchtet Händlerverbandspräsident Werner Prange.

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Mazda-Händlerverbandspräsident Werner Prange sieht aktuell keine größeren Baustellen beim Fabrikat.
Mazda-Händlerverbandspräsident Werner Prange sieht aktuell keine größeren Baustellen beim Fabrikat.
(Foto: Mauritz)

Die angespannte Liefersituation, vor allem beim Volumenbringer CX-5, könnte Mazda in diesem Jahr einen Strich durch die Rechnung machen. Sie gefährdet das anvisierte Verkaufsziel von 60.000 Neuzulassungen. Mazda-Deutschland-Vertriebsdirektor Bernhard Kaplan stellte auf der Jahreshauptversammlung des Mazda-Händlerverbands in Köln am vergangenen Samstag einen Zielkorridor von 57.000 bis 60.000 Neuzulassungen in Aussicht. „Wir sind in der ungewöhnlichen Situation, um Volumen kämpfen zu müssen“, bestätigte Mazda-Deutschland-Geschäftsführer Josef Schmid.

Jenseits der Lieferengpässe gibt es im Mazda-Händlernetz in diesem Jahr nur wenig Grund zur Klage. Sowohl der Absatz als auch die wirtschaftliche Situation im Handel sind im Großen und Ganzen zufriedenstellend. Auch die Einführung der neuen Außen- und Innen-CI läuft weitestgehend nach Plan. „Wir können uns mit der Marke Mazda glücklich schätzen, denn bei vielen anderen läuft es nicht so rund, und es gibt auch viel mehr Alltagsprobleme“, unterstrich Verbandspräsident Werner Prange auf der Verbandstagung.

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Auch das Verhältnis zwischen dem Händlerverband und dem Importeur ist so gut wie schon lange nicht mehr: „Wir haben mit Mazda Deutschland auf eine Gesprächskultur auf sachlicher Ebene zurückgefunden, die von hoher Konstanz geprägt ist“, bestätigte Werner Prange.

Händlermarge sinkt um einen Prozentpunkt

Selbst per se strittige Punkte gehen beide Parteien konstruktiv an. Dazu zählt die Anpassung des Bonussystems ab dem 1. Januar 2016: Die Marge sinkt ab diesem Zeitpunkt um einen Prozentpunkt.

Bernhard Kaplan unterstrich auf der Veranstaltung, dass die Neuwagen, die aufgrund von Lieferverzögerungen nicht wie geplant zum Jahresende ausgeliefert werden können, noch nach dem alten Bonussystem abgerechnet werden.

2016 hat der Leverkusener Importeur einen Marktanteil von zwei Prozent im Visier. „Je nachdem, wie sich der Gesamtmarkt entwickelt, entspricht das rund 65.000 Neuzulassungen“, bemerkte Bernhard Kaplan. Ein Ziel, das Werner Prange auf der Veranstaltung als „große Herausforderung “ bezeichnete.

Auf das kommende Jahr blickt der Präsident des Mazda-Händlerverbands mit gemischten Gefühlen: „Aktuell steigen die Lagerbestände und die Tageszulassungen stark an, und die Kundenvorläufe sinken genauso wie der Privatkundenanteil. Auch wenn wir gerade einen kleinen Modellvorsprung haben, werden andere nachziehen. Ich kann nur hoffen, dass Mazda spätestens zum Jahresende schlagkräftige Antworten hat.“

Ein ausführlicher Bericht der Mazda-Händlerverbandstagung erscheint in der Ausgabe 46 von »kfz-betrieb«, die am 13. November erscheint.

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