Mazda MX-5: Sonnenschein

Geringen Wertverlust bei Gebrauchten

| Autor: Bernd Reich

Mazda MX-5: Sondermodelle

Neben dem 160 PS starken Zweilitermotor steht auch ein 1,8-Liter mit 126 PS zur Verfügung. Während der kleinere Motor stets an das Fünfganggetriebe gekoppelt ist, wurde der 2,0-Liter-Motor ab 2008 mit Sechsganggetriebe und ab 2013 mit Automatik geliefert. Der kleinere Motor genügt bereits für flotte Fahrleistungen, aber mehr Dampf bietet der 2,0-Liter-Motor. Ein Blick in die technischen Daten untermauert eine kleine Schwäche der Motoren, denn beide erreichen ihr maximales Drehmoment erst jenseits von 4.500 Umdrehungen pro Minute. Die beiden Sauger sind daher im unteren Drehzahlbereich etwas träge und erfordern für flottes Fahren hohe Drehzahlen. Zum Charakter eines Roadsters passt das allerdings bestens. Was den MX-5 zu einem Sportwagen macht, ist vor allem die harmonische Abstimmung. So bietet er eine gute Fahrwerksabstimmung, eine direkte Lenkung, ein gut abgestuftes Getriebe und standfeste Bremsen. Dazu kommt die verwindungssteife Karosserie. Der offene Japaner ist kein Rennwagen, aber er lässt sich mit viel Genuss und Dynamik bewegen. Beim Dach gibt es eine Alternative: Statt der Version mit Faltverdeck ist auch eine Version mit einem Kunststoff-Klappdach erhältlich.

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Modellhistorie

Etwas ungewöhnlich ist das Angebot an Sondermodellen. So wurde die dritte Auflage des MX-5 2005 mit dem Sondermodell „3rd Generation“ eingeführt. Ein Jahr später folgte eine Edition namens „Black & White“. Ebenfalls 2006 wurde das Sondermodell „Mithra“ angeboten; 2008 die Version „Niseko“. 2010 wurde zum Jubiläum der Baureihe die Edition Namens „20th Anniversary“ präsentiert. Wie üblich unterscheiden sich die Sondermodelle von der Basis hauptsächlich durch optische Elemente, zusätzliche Ausstattungsdetails und andere Räder. Ab dem Modelljahr 2008 – damals wurde ein kleines Facelift umgesetzt – konnten sich die Kunden zwischen den Ausstattungslinien „Center-Line“ und „Sports-Line“ entscheiden. Die Ausstattung wurde verfeinert, und manche Optionen wurden in Paketen zusammengefasst.

Punkten kann der MX-5 nicht nur beim Fahrspaß, sondern auch bei der Qualität. Die dritte Generation überzeugt mit standfester Technik und solider Verarbeitung. Lediglich der Rostschutz von Türen und Hauben könnte besser sein; hier fallen immer mal wieder gammelige Kanten und Falze auf. Auch bei der Beleuchtung vorn bekleckert sich der Mazda nicht mit Ruhm.

Allerdings ist das Klagen auf hohem Niveau. Der MX-5 gilt ansonsten als vorbildlich und hat aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt. Das zeigt sich auch in einem geringen Wertverlust. Bei der Hereinnahme eines MX-5 sollte die Werkstatt in jedem Fall die Karosserie auf Korrosionsschäden und Steinschläge prüfen; ebenso das Fahrwerk. Bremsen und Aufhängungen haben bei Mazdas Roadster zuweilen ein hartes Leben, wenn der Fahrer es mit der Dynamik etwas übertreibt.

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