Mehr Atmo als Auto: So will Mercedes neue Kunden gewinnen

Autor Christoph Seyerlein

Mercedes-Benz hat in bester City-Lage in München einen neuen Laden eröffnet. Obwohl das „Studio Odensplatz“ kein Verkaufsraum ist, soll es der Marke neue Kunden bringen. Wie die Schwaben sich das vorstellen.

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Mercedes hat in München ein Etablissement namens „Studio Odeonsplatz“ eröffnet.
Mercedes hat in München ein Etablissement namens „Studio Odeonsplatz“ eröffnet.
(Bild: Daimler)

Produktseitig will sich Mercedes-Benz künftig wieder mehr auf Luxus als Markenkern fokussieren. Beim Markenerlebnis setzen die Schwaben dagegen offenbar nicht auf eine Rückkehr zu eigenen Stärken aus der Vergangenheit. In München geht Mercedes jetzt sogar völlig neue Wege: Im nun eröffneten „Studio Odensplatz“ an der Brienner Straße 1 in München spielen Autos nur eine Nebenrolle.

Nur für ein Modell ist in dem Etablissement Platz. Und dabei muss es sich nicht einmal um eine aktuelles handeln. „Das Studio ist kein Verkaufsraum“, erklärt ein Mercedes-Sprecher, um Preise, Ausstattungslinien und Finanzierungsmöglichkeiten soll hier nicht gefeilscht werden. Was will die Marke mit dem Stern dann mit seinem neuen Laden?

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„Wir möchten mit unserem ‚Studio Odeonsplatz‘ Menschen in ihren Lebenswelten mit unserer Marke in Berührung bringen, einen emotionalen Zugang zu Mercedes-Benz eröffnen sowie inspirieren“, erklärt Marketingchefin Bettina Fetzer. Etwas konkreter wird da schon Katrin Adt, bei Mercedes Leiterin der Own Retail in Europa: „Wir gewinnen auf überraschende, neuartige Weise Kunden und erschließen Innenstadt-Regionen mit unserem Netzwerk und der Marke.“

Kein Ersatz von Autohäusern

Für das physische Erlebnis von Fahrzeugen setzt Mercedes weiter auf klassische Autohäuser. Das „Studio“ soll stattdessen eine „Brücke zwischen Marken-, Produkt- und medialem Raumerlebnis“ schlagen. So stellt sich Mercedes den Laden als großen „Social Media Raum“ vor, eine In-Location-App versorgt Besucher mit allerlei digitalem Content rund um die Marke.

Auch Künstler wollen die Schwaben vor Ort immer wieder mit ins Boot holen. „Die integrierte Kreativität schafft eine interaktive Bühne und Nähe zu unserer Marke“, ist Bettina Fetzer überzeugt. Darüber hinaus gibt es vor Ort auch Kreationen eines mit Michelin-Stern ausgezeichneten Münchner Restaurants – vorerst Corona-bedingt aber nur to go.

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