Mehr Azubis mit höherer Motivation

Jahresversammlung der Mitglieder der Kfz-Innung Trier-Saarburg

| Autor: Holger Zietz

Alfons Behr, Obermeister der Kfz-Innung Trier-Saarburg.
Alfons Behr, Obermeister der Kfz-Innung Trier-Saarburg. (Foto: Zietz)

Positive Signale aus Trier: Die Ausbildungszahlen sind bei der Kfz-Innung Trier-Saarburg wieder leicht angestiegen. „Bis Ende September 2018 wurden 56 Lehrverträge abgeschlossen“, stellte Obermeister Alfons Behr die Entwicklung bei der Mitgliederversammlung vor. Im Jahr zuvor waren es noch 52 neue Auszubildende.

Das „Formtief“ in puncto Anzahl der Auszubildenden und Leistung bei der Prüfung hat die Branche an der Mosel also hinter sich gelassen. „Die Motivation der Jugendlichen ist inzwischen wieder deutlich angestiegen“, berichtet Behr aus den Betrieben und Schulungsstätten. Die aktuellen Jahrgänge seien auf ihre Berufsschullehrer zugegangen, um mehr über neue Antriebe zu erfahren.

Herausgekommen ist das Projekt „A2 als Elektroauto“. Innerhalb eines Jahres wollen Auszubildende und Berufsschullehrer gemeinsam einen Audi A2 zu einem Elektroauto umbauen. Dafür haben sie bereits einen E-Motor mit 28 KW und eine Batterie mit einer Arbeitsspannung von 70 Volt geplant – damit bewegt sich das Fahrzeug im Hochvoltbereich. Norbert Sudhoff, der für das Projekt verantwortliche Lehrer an der Berufsbildenden Schule in Trier, beziffert die Reichweite mit rund 100 Kilometern. Eine elektromagnetische Verträglichkeitsprüfung ist bei diesem Fahrzeug nicht notwendig.

Während die Ausbildungszahlen gestiegen sind, ist eine andere Zahl rückläufig: Mit insgesamt 38 Fällen sind die Klagen bei der Schiedsstelle auf ein Rekordtief gefallen. Vorstandsmitglied Helmut Görres stellte einige Fälle der Trierer Betriebe vor – mit gewohnt hintergründigem Humor. Görres prangert Missstände in den Betrieben bei Service und Verkauf an. Aber auch Kunden sind nicht immer nur die Betrogenen. Im letzten Jahr versuchte ein Kunde, ein Steuergerät von der Werkstatt ersetzt zu bekommen. Begründung: Das Bauteil sei durch die Reparatur zerstört worden. Der Hersteller des Steuergerätes konnte dann beweisen, dass das fragliche Teil schon vor dem Reparaturzeitpunkt kaputt war.

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