Förderung der E-Mobilität Mehr Geld für private Wallboxen

Autor: Doris Pfaff

Für den Bau von privaten Ladestationen für Elektrofahrzeuge stellt der Bund weitere Fördermittel zur Verfügung. Der Topf war durch die Antragsflut fast leer und wurde erneut um 100 Millionen Euro aufgestockt.

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Der Bund hat seinen Fördertopf für die Errichtung privater Ladestationen erneut um 100 Millionen Euro erhöht. Pro Ladepunkt gibt es 900 Euro Zuschuss.
Der Bund hat seinen Fördertopf für die Errichtung privater Ladestationen erneut um 100 Millionen Euro erhöht. Pro Ladepunkt gibt es 900 Euro Zuschuss.
(Bild: Pfaff/»kfz-betrieb«)

Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) hat das Fördervolumen für private Wallboxen zum dritten Mal erhöht. Mit der erneuten Aufstockung um 100 Millionen Euro befinden sich nun 500 Millionen Euro im Fördertopf.

Grund für die erneute Aufstockung ist nach Angaben des Ministeriums die hohe Nachfrage beziehungsweise die Antragsflut für die Förderung privater Ladestationen. Ursprünglich geplant waren eigentlich nur 200 Millionen Euro. Allein im Februar und März wurden jedoch zweimal jeweils 100 Millionen Euro nachgeschoben.

Das Tempo, in dem sich der Fördertopf leert, scheint sich nun etwas zu verlangsamen. Bislang sind nach Angaben des BMVI seit Antragsstart im November 2020 rund 385.000 Anträge für etwa 470.000 Ladepunkte mit jeweils 900 Euro Zuschuss gefördert worden.

Wie lange der Fördertopf diesmal reicht, darüber kann spekuliert werden. Bis zum Sommer dürfte, wenn der Bedarf anhält, das Budget wieder aufgebraucht sein. Laut BMVI besteht kein Anspruch auf eine Förderung, wenn der Topf leer ist.

Wer darf Anträge stellen?

Profitieren können davon Privatpersonen, Wohnungsunternehmen und Bauträger, wenn sie private Ladestationen an Wohngebäuden errichten. Der Strom für die Wallbox muss aus erneuerbaren Energien kommen.

Was wird gefördert?

Gefördert werden der Kauf und die Errichtung neuer, nicht öffentlich zugängliche Ladestationen inklusive des elektrischen Anschlusses (Netzanschluss) sowie damit verbundene notwendige Nebenarbeiten an Stellplätzen von bestehenden Wohngebäuden

Wie hoch ist die Förderung?

Die Förderung beträgt 900 Euro pro Ladepunkt. Unterschreiten die Gesamtkosten des Vorhabens den Zuschussbetrag, wird keine Förderung gewährt.

Wo können Anträge gestellt werden?

Der Zuschuss kann bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) über das Zuschussportal beantragt werden. Dies muss vor Beginn des Vorhabens erfolgen. Bei der Ermittlung der Gesamtkosten können Kosten für folgende Leistungen berücksichtigt werden:

  • Ladestation
  • Energiemanagementsystem/Lademanagementsystem zur Steuerung von Ladestationen
  • elektrischer Anschluss (Netzanschluss)
  • notwendige Elektroinstallationsarbeiten (zum Beispiel Erdarbeiten)

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Über den Autor

 Doris Pfaff

Doris Pfaff

Redakteurin bei »kfz-betrieb«, Ressort Verbände & Politik