KBA Mehr Geld, mehr Aufgaben, mehr Service

Autor / Redakteur: sp-x/ampnet / Tanja Schmitt

Das Kraftfahrt-Bundesamt gewinnt an Bedeutung und erhält neben neuen Aufgaben auch eine staatliche Finanzspritze. Und Verkehrssünder kommen in den Genuss eines ganz besonderen Service.

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Mit wehenden Fahnen für die Autowelt: das Kraftfahrt-Bundesamt in Flensburg.
Mit wehenden Fahnen für die Autowelt: das Kraftfahrt-Bundesamt in Flensburg.
(Bild: KBA)

Abgastests, die Genehmigungen für autonomes Fahren und die Überwachung von Software-Updates bei Pkw: Der Bund stockt das Budget für das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) kräftig auf. Standen der Behörde 2016 noch rund 73 Millionen Euro zur Verfügung, sind es für das laufende Jahr knapp 98 Millionen, wie die Regierung auf Anfrage des Parlaments mitteilt. Für 2022 ist der Höchstwert von 103 Millionen Euro eingeplant. Danach sinken die Ausgaben zunächst bis 2025 auf rund 95 Millionen Euro.  

Ein Grund für die Bereitstellung neuer Mittel ist das wachsende Aufgabenspektrum. So wird das KBA zur zentralen Genehmigungsbehörde für autonome Fahrzeuge und automatisierte Fahrfunktionen. Auch die kommenden Software-Updates bei vernetzten Pkw sollen aus Flensburg überwacht werden. Darüber hinaus wurde in der Folge des Abgas-Skandals die Marktüberwachung ausgebaut und das Amt mit zusätzlichen Ressourcen ausgestattet. Es wurden vier eigene Prüfgeräte zur mobilen Emissionsmessung beschafft, zusätzlich wird derzeit ein eigenes Prüflabor mit zwei Abgasrollenprüfständen eingerichtet. Seit Anfang 2020 steht dem KBA zudem auf der Landebahn des ehemaligen Bundeswehr-Flughafens in Leck ein Testgelände für eigene Prüffahrten zur Verfügung. 

Den Punktestand bequem online checken

Künftig bietet das KBA auch einen ganz besonderen Service: „Verkehrssünder" können ihr „Punkte-Konto“ online checken. Schließlich weiß nicht jeder, ob und mit wie viele er davon besitzt. Das KBA hat das Auskunftsverfahren jetzt vereinfacht. Mit wenigen Voraussetzungen kommen Antragstellende in fünf Schritten zum Ziel. Benötigt werden ein Smartphone, der Personalausweis mit zugehöriger PIN und die entsprechende App. Die gebührenfreie Punkteauskunft gibt es dann direkt zum Herunterladen aufs Smartphone.

Fast elf Millionen Personen waren zu Jahresbeginn im sogenannten Fahreignungsregister eingetragen. Rund eine halbe Million Auskünfte hat das KBA im Jahr 2020 an private Antragsteller erteilt – überwiegend per Post. Der Anteil der Online-Auskünfte lag bislang bei rund 15 Prozent.

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