Tarifverhandlungen in Berlin-Brandenburg-Sachsen Mehr Lohn und eine Corona-Prämie

Autor: Doris Pfaff

Die Grundlagen zur Einigung hatten bereits die Tarifpartner für das Kfz-Gewerbe in anderen Bundesländern gelegt, am Freitag folgte nun der Abschluss für Berlin-Brandenburg und Sachsen. Auch hier steht eine Lohnerhöhung und die Zahlung einer einmaligen Corona-Prämie an.

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Wie in Hamburg war es auch in Berlin-Brandenburg und Sachsen zu Warnstreiks gekommen, als dort die ersten Verhandlungsrunden gescheitert waren.
Wie in Hamburg war es auch in Berlin-Brandenburg und Sachsen zu Warnstreiks gekommen, als dort die ersten Verhandlungsrunden gescheitert waren.
(Bild: Peter Bisping/IG Metall)

Weil sich die Verhandlungsführer von der IG-Metall und der Tarifgemeinschaft Berlin-Brandenburg und Sachsen in den ersten beiden Runden nicht einigen konnten, hatte es zuletzt in Berlin Warnstreiks unter anderem bei Peugeot und im Lackierzentrum der Daimler-Niederlassungen gegeben.

Den Boden für die Einigung und den neuen Abschluss am vergangenen Freitag dürften auch die Abschlüsse bereitet haben, die die Tarifpartner in Ländern wie Bayern, Baden-Württemberg, Sachsen-Anhalt und Niedersachsen erreicht hatten.

Auch in Berlin erhalten Beschäftigte des Kfz-Gewerbes ab 1. Februar 2022 insgesamt 2,2 Prozent mehr Lohn und für 2021 eine einmalige Corona-Sonderzahlung in Höhe von 500 Euro. Teilzeitbeschäftigte erhalten die Prämie anteilig, Azubis in Höhe von 220 Euro. Auch die Ausbildungsvergütung steigt: Ab 1. August erhalten alle Azubis monatlich jeweils 30 Euro mehr. Der Tarifvertrag kann erstmals zum 31. März 2023 gekündigt werden.

„Insgesamt ist das Tarifergebnis ein akzeptabler Kompromiss unter schwierigen Bedingungen“, erklärte der Verhandlungsführer der IG Metall Berlin-Brandenburg-Sachsen Bodo Grzonka.

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Doris Pfaff

Redakteurin bei »kfz-betrieb«, Ressort Verbände & Politik