Stellantis Mehr Marge als erwartet

Autor / Redakteur: dpa/jr / Nick Luhmann

Trotz Corona verdient der neue Herstellerriese derzeit offenbar gutes Geld. Und kündigt an, riesige Summen in die weitere Elektrifizierung zu stecken.

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Stellantis-Deutschlandzentrale in Rüsselsheim
Stellantis-Deutschlandzentrale in Rüsselsheim
(Bild: »kfz-betrieb« / Rehberg)

Stellantis hat im ersten Halbjahr 2021 in Sachen Profitabilität besser abgeschnitten als für das Gesamtjahr bisher angepeilt. Der aus den Vorgängern PSA und FCA geschmiedete Autobauer rechnet dank guter Verkaufspreise und einer vorteilhaften Verschiebung der Verkäufe hin zu teureren Autos mit einer bereinigten operativen Marge von mehr als 7,5 Prozent, wie er am Donnerstag in Amsterdam mitteilte.

Obwohl die Produktion unter anderem wegen der schwierigen Versorgung mit Elektronikchips geringer ausfiel als ursprünglich geplant, schlage sich der Konzern damit voraussichtlich in den ersten sechs Monaten besser als für das Gesamtjahr mit 5,5 bis 7,5 Prozent veranschlagt. Die Aktie von Stellantis verlor am Mittag in Paris im schwachen Marktumfeld dennoch mehr als 3 Prozent.

Auch bei den Kosteneinsparungen durch die Fusion von PSA und FCA sieht das Management den Konzern auf Kurs, die Ziele im ersten Jahr zu übertreffen.

Am Nachmittag stellte Stellantis-Chef Carlos Tavares seine neue Elektrostrategie vor. Demnach will der Portugiese in den kommenden vier Jahren rund 30 Milliarden Euro in Elektroantriebe, Software sowie energie- und kosteneffiziente Batterien investieren.

Opel-Chef Michael Lohscheller bestätigte im Rahmen der Präsentation, dass die Marke mit dem Blitz tatsächlich erneut in China verkauft werden soll. Das hatte Opel vor knapp zehn Jahren schon einmal versucht, sich aber 2015 mangels Erfolg wieder zurückgezogen.

Lohscheller kündigte an, Opel werde in Europa bis 2028 zur reinen Elektromarke. Mitte des Jahrzehnts wolle man zudem eine batterieelektrisch angetriebene Neuauflage des Manta an den Markt bringen.

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