ADAC Pannenstatistik Mehr Standschäden im Corona-Jahr

Autor Jakob Schreiner

Die Corona-Folgen haben die Gesamtzahl der Pannen 2020 um fast zehn Prozent sinken lassen. Für Batterien war die Pandemie jedoch ein Problem – auch für E-Autos. Das geht aus der aktuellen Pannenstatistik des Automobilclubs ADAC hervor.

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Die Zahl der Pannen lag in 2020 insgesamt auf niedrigerem Niveau als im Vorjahr.
Die Zahl der Pannen lag in 2020 insgesamt auf niedrigerem Niveau als im Vorjahr.
(Bild: ADAC)

Die Corona-Pandemie hat im vergangenen Jahr für weniger Verkehr und eine geringere Zahl an Autopannen gesorgt. Die Helfer des ADAC rückten zu etwa 3,4 Millionen Einsätzen aus – 400.000 weniger als im Vorjahr. Das geht aus der aktuellen Pannenstatistik hervor, den der Automobilclub am Donnerstag veröffentlicht hat. Dieser Rückgang entspricht laut dem ADAC in etwa dem Corona-bedingten Rückgang des Verkehrsaufkommens.

Weil jedoch viele Fahrzeuge in Folge der Einschränkungen seltener bewegt wurden, lag die Zahl der Batteriepannen dem Club zufolge deutlich höher als üblich. Der Anteil von Batterie-Problemen an allen Pannen ist im Gesamtjahr von 41,8 auf 46,3 Prozent gestiegen. Insbesondere sei direkt nach dem harten Lockdown im April 2020 ein ungewöhnlich hoher Peak der Batterieausfällen zu verzeichnen gewesen. Das Gegenteil zeigte sich bei den Reifenpannen. Diese sind in den Lockdown-Monaten zurückgegangen.

Auch bei E-Autos schwächelte die Batterie

Auch bei Elektroautos sind defekte 12-Volt-Batterien die häufigste Pannenursache, wie eine Sonderauswertung des ADAC gezeigt hat. Mit 54 Prozent liegt der Anteil bei Elektroautos sogar rund acht Prozent höher als bei konventionellen Fahrzeugen. Die Bordbatterie wird zwar nicht zum Starten eines Motors benötigt, wohl aber zur Versorgung der Bordelektrik, deren 12-Volt-Architektur von gewöhnlichen Autos übernommen wurde.

Spezifische Bauteile eines Elektroautos wie Akku, Elektromotor oder Ladetechnik sind laut Statistik hingegen sehr zuverlässig und nur für 4,4 Prozent der Pannen verantwortlich. Dieses Ergebnis ist aber noch nicht aussagekräftig, weil Elektroautos im Durchschnitt noch deutlich jünger als die herkömmlichen Fahrzeuge sind. Deshalb erwartet der Verkehrsclub, dass verschleiß- und alterungsbedingte Pannen von E-Autos in den nächsten Jahren ansteigen.

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