Ersatzteilemarkt Mehrheit akzeptiert mitgebrachte Teile

Autor: Jakob Schreiner

Den Vergleich von ins Restaurant mitgebrachtem Essen und in die Werkstatt mitgebrachten Ersatzteilen kennt die gesamte Branche – doch er hinkt. Denn die Mehrheit der Kfz-Betriebe akzeptiert die eigentlich als verpönt geltende Praxis. Doch es gibt Widerstand und einen klaren Appell aus den eigenen Reihen.

(Bild: © NewFabrika - stock.adobe.com)

Die Frage, ob ein Kfz-Betrieb Ersatzteile einbauen sollte, die der Kunde mitgebracht hat, löst schon seit Jahrzehnten zuverlässig heiße Diskussionen aus. Denn eine klare Antwort scheint es für viele – zum Unverständnis der anderen – nicht zu geben. Das zeigte sich jüngst wieder auf der Facebook-Seite von »kfz-betrieb«: Hier verfassten Nutzer binnen kürzester Zeit unter den entsprechenden Postings fast 300 Kommentare. Und über Instagram meldeten sich nach der „Sonntagsfrage“, an der sich knapp 2.000 Personen beteiligten, einige Abonnenten zu Wort. Und einige Werkstattinhaber traten auch direkt mit der Redaktion per Mail oder Anruf in Kontakt, um ihre Erfahrungen und den Umgang mit dem Thema zu teilen.

Dabei zeigte sich deutlich, dass die Branche in zwei Lager gespalten ist: Die Mehrheit der Kfz-Betriebe akzeptiert offenbar die eigentlich als verpönt geltende Praxis, wie die zwei aktuellen Umfragen von »kfz-betrieb« und der Beratungsgesellschaft BBE Automotive zeigen. Demnach sind jeweils rund zwei Drittel der Befragten trotz aller rechtlichen und finanziellen Risiken grundsätzlich dazu bereit, mitgebrachte Teile einzubauen. Welche Risiken das sind, darüber hat »kfz-betrieb« bereits ausgiebig berichtet (siehe Ausgabe 3-4/2021, S. 48–50 im Sonderteil Autohaus- und Servicemanagement).

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Redakteur Ressort Service & Technik