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Meister-Classic 2020: Oldie-Freuden aus der Ferne

| Autor / Redakteur: Holger Zietz / Doris Pfaff

Glänzend polierte Schmuckstücke auf vier Rädern und bestes Wetter: Für die siebte Meister-Classic der Innung München und Oberbayern waren die Bedingungen fast perfekt. 51 Young- und Oldtimer waren in und um Bad Ailbing herum unterwegs. Eine Hürde gab es allerdings.

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Auf die Plätze fertig los: Mit am Start in Bad Aibling war auch ein flotter Käfer, Baujahr 1977.
Auf die Plätze fertig los: Mit am Start in Bad Aibling war auch ein flotter Käfer, Baujahr 1977.
(Bild: Holger Zietz)

Die siebte Oberbayerische Meister-Classic hat am vergangenen Wochenende trotz Corona-Virus und Vorsichtsmaßnahmen zahlreiche Oldtimer-Freunde angelockt. Mehr als 350 Kilometer durch Oberbayern und rund um Bad Aibling und den Chiemsee führte die siebte Oldtimer-Ausfahrt der Innung München und Oberbayern. 51 Old- und Youngtimer fuhren bei Königswetter durch die malerische Landschaft.

Mit einer Liebeserklärung auf der Startflagge („Bayern ist Autoland!“) schickte in Bad Aibling Bürgermeister Stephan Schlier die Teilnehmer auf die Strecke. Die Teams waren wieder durch klassische Knobelaufgaben gefordert und mussten unterwegs Bilder suchen und jede Menge Fragen beantworten. Bei einer Sonderprüfung galt es, im Slalom rückwärts um aufgestellte Pylonen zu fahren. Keine ganz leichte Aufgabe für so manchen Oldtimer. An anderer Stelle gab es die „Fummelprüfung“, bei der mit den Händen bzw. Handschuhen, in einem Karton Gegenstände erfühlt werden sollten. Die Hupe fand dabei jeder.

Oberbayerische Meister-Classic 2020: Den Virus einfach abgehängt

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Das älteste Fahrzeug im Feld war ein MG TD, Baujahr 1953 – der jüngste Teilnehmer ein Mini Cooper Monza, Baujahr 1998. Am häufigsten vertreten waren mit 32 Fahrzeugen die 1960er und 1970er Jahre. Aus den Achtzigern und Neunzigern waren 16 Modelle dabei. Die 50er beziehungsweise die Wirtschaftswunderjahre waren repräsentiert durch sechs Modelle von Porsche, Cobra, MG und natürlich durch den VW-Käfer.

Vorkriegsfahrzeuge waren diesmal nicht aufgeboten. Mit dem Renault Fuego zog überhaupt nur ein „Franzose“ ins Feld. Fast wäre allerdings noch ein Citroën SM dabei gewesen – aus dem Fuhrpark von »kfz-betrieb«-Leser und Citroën-Partner Wolfgang Höptner. Er hatte seinen Startplatz bei einer Verlosung des Fachmagazins gewonnen – der SM war aber noch nicht ganz fertig restauriert.

Aus amerikanischer Produktion, darunter die legendäre Corvette, fuhren sechs Fahrzeuge und mit dem Thunderbird ein echter Straßenkreuzer mit. Fiat und Alfa Romeo vertraten Italien. Und Großbritannien zeigte mit MG, Mini und dem Sunbeam Tiger seine Ingenieurskunst.

Unter all den Pkws hob sich ein Fahrzeug besonders ab. Mit dem Mercedes-Benz Unimog U421, Baujahr 1983, war ein echtes Nutzfahrzeug am Start. Julia und Martin Graitl hatten ihn auf einer Versteigerung der Gemeinde Berchtesgaden erstanden, wo das Universal-Motor-Gerät (Unimog) lange im öffentlichen Dienst im Einsatz war. Bis hin zur Mercedes-Vorbauseilwinde wurde das Fahrzeug komplett restauriert.

Kein Stopp in der Altstadt

Die „Oberbayerische Meister-Classic 2020" konnte trotz der geltenden Corona-Schutzmaßnahmen stattfinden. Dazu mussten jede Menge Genehmigungen aus jeder Gemeinde eingeholt werden. Keine leichte Angelegenheit, erklärten die Organisatoren.

Auf den klassischen Stopp inmitten einer der malerischen Altstädte mit Sonderprüfung mussten die Organisatoren diesmal jedoch verzichten, um keinen Anlass für Versammlungen zu bieten. Auch 2021 soll es wieder eine Oberbayerische Meister-Classic geben, kündigte Andreas Brachem, Geschäftsführer der Innung München und Oberbayern, an. Ort und Zeit stehen derzeit allerdings noch nicht fest.

Die Pokale für die Plätze 1 bis 3 gingen an Anja und Heinz Raab (1. Platz) mit ihrem BMW 3.0 CSI (Baujahr 1974), Petra und Andreas Brosch (2 .Platz) mit ihrem Jaguar XJS Convertible (Baujahr 1989) sowie Bernhard und Martina Pfister, die einen Audi 100 S, Baujahr 1970, steuerten.

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