Menschen ziehen Sprachbefehle Pieptönen vor

Studie des TÜV Nord zur Kommunikation zwischen Mensch und Auto

| Autor: Nick Luhmann

Bisher warnen Autos ihre Fahrer zumeist über Töne, das Steuer wieder zu übernehmen.
Bisher warnen Autos ihre Fahrer zumeist über Töne, das Steuer wieder zu übernehmen. (Bild: Daimler)

Überlässt man in aktuellen Fahrzeugen den Spurhalteassistenten das Lenken, meldet sich der Bordcomputer gewöhnlicherweise nach einigen Sekunden per Piepton und fordert den Fahrer auf, das Steuer zu übernehmen. Doch welche Form der Kommunikation mit ihrem Auto halten Menschen eigentlich für die sinnvollste? Dieser Frage ist der TÜV Nord gemeinsam mit der Technischen Universität Delft nachgegangen.

Die Forscher um den Ingenieur Joost de Winter befragten knapp 1.700 Menschen aus mehr als 90 Ländern. Sie konnten aus mehreren Optionen ihren Favoriten bestimmen, zur Wahl standen etwa verschiedene Töne, gesprochene Sprache, Symbole auf einem Monitor oder Vibration im Fahrersitz. Bei der Auswertung stellten die Studienautoren fest, dass die Vorlieben auch von der jeweiligen Situation abhängen. Geht es beispielsweise nur darum, dem Fahrer zu signalisieren, dass Assistenzsysteme einsatzbereit sind, reichten der Mehrheit der Befragten akustische Signale aus.

Insgesamt zogen die Probanden das gesprochene Wort aber Tönen vor, eine weibliche Stimme kam dabei besser an als eine männliche. Zudem sprachen sich die Teilnehmer dafür aus, in besonders kritischen Situationen am besten auf mehr als einem Sinneskanal angesprochen zu werden.

Psychologin Cornelia Nagel vom TÜV Nord wies auf einen weiteren wichtigen Punkt hin: Signale sollten unabhängig von der Automarke dieselbe Bedeutung haben, damit man sich nicht umgewöhnen müsse, wenn man in einem fremden Fahrzeug unterwegs sei.

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