Mercedes A 45 AMG: Ins Volle gegriffen

Autor / Redakteur: sp-x / Andreas Wehner

Die Mercedes A-Klasse will das Rentner-Image ihrer Vorgängergeneration abstreifen. Beim neuen AMG-Modell gehen die Schwaben dafür richtig in die Vollen.

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Mit 360 PS soll die AMG-A-Klasse der Konkurrenz die Rücklichter zeigen.
Mit 360 PS soll die AMG-A-Klasse der Konkurrenz die Rücklichter zeigen.
(Foto: Mercedes)

Erstmals legt Mercedes auch in der Kompaktklasse ein besonders leistungsstarkes AMG-Modell auf. Anders als der hochbauende Vorgänger ist die bereits in den Standardversionen dynamisch gestaltete und ausgelegte aktuelle A-Klasse eine passende Vorlage. Für Vortrieb sorgt ein bärenstarker Vierzylinderturbo. Um das Frontantriebsmanko auszugleichen gibt es serienmäßig Allradtechnik.

Mit dem 265 kW/360 PS starken 2,0-Liter-Turbobenziner setzt sich Mercedes auf Anhieb an die Leistungsspitze in der Kompaktklasse und erreicht gleichzeitig einen neuen Bestwert für Vierzylindermotoren. Die Literleistung liegt bei 133 kW/181 PS und toppt damit sogar die Werte der Acht- und Zwölfzylindertriebwerke von AMG. Das maximale Drehmoment von 450 Nm stellt ebenfalls einen neuen Vierzylinder-Benziner-Bestwert dar und liegt im breiten Drehzahlband von 2.250 bis 5.000 Touren an. Die Kraftübertragung auf alle vier Räder erledigt ein Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe mit Zwischengas- und Race-Start-Funktion sowie verschiedenen Schaltprogrammen.

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So gerüstet sprintet der A 45 AMG in 4,6 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100. Die Höchstgeschwindigkeit wird bei 250 km/h elektronisch begrenzt. Als Normverbrauch nennt der Hersteller 7,1 Liter. Das entspricht einem CO2-Ausstoß von 165 Gramm und reicht für eine Einordnung in der Effizienzkasse D. Alle anderen AMG-Modelle erreichen bestenfalls ein „E“.

Seine Kraft gibt der Antrieb im Normalfall ausschließlich an die Vorderräder ab, erst bei Bedarf schließt sich eine Lamellenkupplung und leitet die Kraft auch an die hinteren Räder weiter, maximal zu 50 Prozent. Die Kraft im Zaum hält auch der Schleuderschutz ESP, der jedoch auf Knopfdruck teilweise und komplett deaktiviert werden kann.

Zu erkennen gibt sich die Top-Version des Fünftürers unter anderem an ihrem speziellen Kühlergrill, der geänderten Frontschürze, breiteren Schwellern und einer Heckschürze mit Diffusoreinsatz. Auf Wunsch gibt es einen Heckflügel und einen Frontsplitter.

Die Preise für den ab April bestellbaren A 45 AMG dürften bei knapp 50.000 Euro starten – und damit leicht oberhalb des Niveaus der Konkurrenten BMW M135i und Audi S3 liegen. Zur Markteinführung im Juni gibt es zudem wie üblich ein Sondermodell für Schnellentschlossene. Die „Edition 1“ setzt auf besonders expressive Optik sowie umfassende Sonderausstattung. Preise sind noch nicht bekannt.

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