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Mercedes-Absatz bröckelt weiter

| Autor: Christoph Seyerlein

Im März musste Mercedes ein weiteres Auslieferungsminus hinnehmen. Trotz aller Startschwierigkeiten ist man in Stuttgart aber davon überzeugt, 2019 noch den Turnaround zu schaffen und ein Absatzplus erzielen zu können.

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Mercedes ist im ersten Quartal 2019 nur in China gewachsen.
Mercedes ist im ersten Quartal 2019 nur in China gewachsen.
(Bild: Daimler)

Mercedes kommt 2019 weiter nicht in Schwung. Mit 227.644 Fahrzeugen lieferte die Marke auch im März weniger Neuwagen aus als im Vorjahresmonat (-4,1 %). Nach dem ersten Quartal steht mit 560.873 Einheiten ein Minus von 5,6 Prozent in der Absatzbilanz. Noch schlechter läuft es für Smart: Die Kleinwagenmarke büßte im März mit 10.897 Auslieferungen gewaltig ein (-17,1 %) und liegt damit auch im Gesamtjahr klar unter Vorjahresniveau (27.048 Einheiten, -12 %).

In Stuttgart schiebt man die aktuellen Probleme vor allem auf Modellwechsel in den volumenstärksten Segmenten. Das Unternehmen geht von einer steigenden Fahrzeugverfügbarkeit in den kommenden Monaten aus und rechnet deshalb in der Folge mit einer insgesamt leichten Steigerung des weltweiten Absatzes im Gesamtjahr 2019. Ziel von Mercedes dürfte es sein, beim Absatz wieder vor BMW und Audi zu landen. In den ersten Monaten ist das den Stuttgartern trotz der eigenen Schwierigkeiten gelungen. Auch im März lag Mercedes klar vor Audi. Die Ingolstädter setzten 182.750 Fahrzeuge ab. BMW hat seine Zahlen noch nicht veröffentlicht.

Vertreibsvorständin Britta Seeger sagte, die ersten drei Monate seien wie erwartet herausfordernd gewesen. Gerade vom überarbeiteten GLC, der ab Mitte des Jahres im Handel sein soll, erhofft sie sich aber neuen Schwung.

Nur in China wächst Mercedes

Schwungvoll unterwegs war Mercedes im März allein in China. Dort setzte die Marke 61.913 Autos ab (+5,9 %). Auch im Gesamtjahr ist das Reich der Mitte der einzige relevante Markt, in dem Mercedes bislang bessere Zahlen schreibt als vor Jahresfrist (174.343 Einheiten, +2,6 %).

Dagegen legte die Daimler-Kernmarke in Deutschland (28.127, -8,7 %) wie auch in Gesamteuropa (103.155, -5,6 %) einen miesen März hin. Im Gesamtjahr sieht es auf dem Heimatmarkt (70.542, -5 %) und in Europa (224.678, -5,6 %) bislang mau aus. Ähnlich schwach läuft es in den USA, sowohl im März (27.004, -4,9 %), als auch im Gesamtjahr (71.171, -9,3 %).

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