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Mercedes-Autohaus Reinhard investiert 2,5 Millionen Euro in Pirmasens

| Autor: Viktoria Hahn

Nach rund zweijährigen Umbau- und Sanierungsarbeiten hat das Autohaus Reinhard seinen neu gestalteten Hauptstandort in Pirmasens eingeweiht. Der Betrieb des Mercedes-Händlers entspricht nun den Vorgaben des Programms „Retail-Excellence“ – kurz REX – des Herstellers.

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Das Pirmasenser Betrieb des Autohaus Reinhard ist seit neuestem ein Mercedes-Leuchtturmstandort.
Das Pirmasenser Betrieb des Autohaus Reinhard ist seit neuestem ein Mercedes-Leuchtturmstandort.
(Bild: Autohaus Reinhard)

Das rheinland-pfälzische Mercedes-Autohaus Reinhard hat seinen Hauptstandort in Pirmasens umgebaut. Bereits im Jahr 2017 hatte sich der Händler beim Hersteller um eine Teilnahme am Förderprogramm „Retail-Excellence“ (REX) beworben. Nach rund einem Jahr Planung und zwei Jahren Bauzeit wurde der Umbau des Betriebs in der Turnstraße nun fertiggestellt und eingeweiht, teilte eine Sprecherin des Mercedes-Händlers auf Anfrage von »kfz-betrieb« mit. Reinhard hat im vergangenen Jahr über 1.000 Neu- und Gebrauchtwagen verkauft, davon knapp zwei Drittel in Pirmasens.

Wegen der Corona-Beschränkungen musste der Händler auf eine größere Einweihungsfeier verzichten. Dennoch waren im „kleinen Kreis“ der Pirmasenser Oberbürgermeister und einige Pressevertreter vor Ort, um sich die neu gestalteten Räumlichkeiten anzuschauen.

Sämtliche Verkäufer arbeiten nun im Backoffice-Bereich

Im Zuge der Umsetzung des Förderprogramms hat Reinhard den Pkw-Schauraum, die Serviceannahme und den Nutzfahrzeugbereich für rund eine Millionen Euro umgestaltet. Der Transporterbereich nimmt rund 400 Quadratmeter ein; Showroom und Serviceempfang erstrecken sich auf knapp 1.000 Quadratmetern Fläche. Man habe sich vor drei Jahren vornehmlich deshalb bei Mercedes beworben, weil das Konzept neben den optischen Neuerungen im Innenraum vor allem neue Arbeitsabläufe mit sich bringe.

So gebe es keine Schreibtische im Showroom mehr, sondern einen abgetrennten Bereich im Backoffice für die Verkäufer. „Wenn ein Kunde reinkommt, wird er in einer Beratungszone empfangen und dann zu dem passenden Ansprechpartner gebracht“, sagte die Sprecherin weiter.

Jan Breitinger, Geschäftsführer und Verkaufsleiter Nutzfahrzeuge bei Reinhard, erklärte: „Mit dem Umbau soll unser Haus fit gemacht werden für Digitalisierungsprozesse im Service und im Vertrieb“. Zum REX-Beratungskonzept gehört schließlich, dass auf gedruckte Prospekte verzichtet wird. Relevante Informationen entnehmen die Kunden nun großen Bildschirmen an den Wänden des Betriebs.

(Noch) kein Umbau am zweiten Standort

Neben den REX-Maßnahmen hat das Traditionsautohaus, welches im vergangenen Jahr sein 100-jähriges Bestehen feierte, außerdem für knapp 1,5 Millionen Euro die etwas in die Jahre gekommene Fassade und das Dach des Betriebs saniert.

Auch für das Thema E-Mobilität wollte sich Reinhard in diesem Zuge wappnen: Auf dem 35.000-Quadratmeter-Grundstück in Pirmasens wurden sieben E-Ladestationen installiert. Am zweiten Standort des Händlers in Zweibrücken sind es zwei. Derzeit arbeiten 130 Mitarbeiter für das Autohaus Reinhard – davon 50 in Zweibrücken. Dort sei aktuell kein REX-Umbau geplant. In den nächsten fünf Jahren wolle man aber nicht ausschließen, diesen Betrieb ebenfalls zum Leuchtturmstandort zu entwickeln.

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Über den Autor

 Viktoria Hahn

Viktoria Hahn

Volontärin des Newsdesk von »kfz-betrieb«, Vogel Communications Group GmbH & Co. KG