Mercedes-Benz-Bank treibt Digitalisierung voran

Autor / Redakteur: Joachim von Maltzan / Joachim von Maltzan

Mit Telematikdiensten will der Finanzdienstleister zukünftig verstärkt nutzungsabhängige Raten anbieten. Im besonderen Fokus der Bank stehen integrierte Mobilitätsdienstleistungen.

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Finanziert immer mehr Fahrzeuge: die Mercedes-Benz-Bank.
Finanziert immer mehr Fahrzeuge: die Mercedes-Benz-Bank.
(Foto: Daimler)

Die Mercedes-Benz-Bank setzt ihr Wachstum fort und verzeichnet weitere Bestmarken. Beflügelt von steigenden Pkw-Verkäufen der Konzernmarke Mercedes erreichte der Finanzdienstleister nach eigenen Angaben im Jahr 2015 für das Neugeschäft ein achtprozentiges Wachstum. Damit habe die Mercedes-Benz-Bank die Bestmarke von 10,7 Milliarden Euro erreicht.

Den Angaben zufolge standen zum Jahreswechsel 812.144 Pkws, Vans, Lkws und Busse im Volumen von 19,8 Milliarden Euro in den Büchern der Automobilbank. Wichtigste Wachstumstreiber sind das Flottenmanagement mit 20 Prozent Zuwachs beim Leasing von Firmenwagen sowie die Gebrauchtwagenfinanzierung für Privatkunden mit zehn Prozent Wachstum. Auch im Januar und Februar 2016 setzte die Bank das Wachstum fort, das Volumen im Neugeschäft stieg um 16 Prozent. Für das laufende Jahr rechnet Franz Reiner, Vorstandsvorsitzender der Mercedes-Benz-Bank, mit einer „weiteren profitablen Fortsetzung des Wachstumskurses“.

Hoher Gewinn der Finanzsparte

Das Wachstum wirkt sich positiv auf die Marktpräsenz aus: Mehr als jedes zweite in Deutschland zugelassene Daimler-Fahrzeug ist schon mit einer Finanzdienstleistung der Mercedes-Benz-Bank ausgestattet. Zudem trägt die Bank nach eigener Einschätzung zur Werkstattauslastung der Kfz-Betriebe bei. Neben den klassischen Finanzierungsformen würden dabei die Versicherungen immer mehr an Bedeutung gewinnen. Zudem kommt Mercedes-Benz-Rent immer besser am Markt an. Im letzten Jahr wurden 914.000 Miettage fakturieren, 40 Prozent mehr als im Vorjahr.

Für das laufende Jahr will sich die Bank auf die Digitalisierung der Produkte und der Schnittstellen zum Kunden konzentrieren. Wie Reiner weiter erklärt, sei das Ziel, dass der Kunde bequem alle Belange rund um seine Mobilität digital steuern und abrufen könne. Nach der Integration der Finanzdienstleistungen in das Kundenportal „Mercedes Me“ spiele die Bank eine wichtige Rolle auf dem Weg des Daimler-Konzerns vom Automobilhersteller zum Mobilitätsdienstleister.

Darüber hinaus bündelt die Autobank die Mobilitätsangebote aus dem Konzern, um sie den Kunden für eine monatliche Rate zur Verfügung zu stellen. Dank der Fortschritte bei der in den Daimler-Fahrzeugen verbauten Telematik wird die Bank künftig nutzungsabhängige Raten anbieten, sowohl beim Leasing als auch bei der Kfz-Versicherung. Dabei wird sich die monatliche Rate aus einer fixen Pauschalgebühr und einer variablen Rate zusammensetzen, die von den gefahrenen Kilometern und dem Fahrverhalten abhängt.

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