Mercedes-Benz stattet den Sprinter mit Brennstoffzelle aus

Autor / Redakteur: Holger Schweitzer / Dr. Holger Schweitzer

Mercedes-Benz erweitert seine alternativen Antriebsformen für leichte Nutzfahrzeuge um einen Brennstoffzellenantrieb. Kombiniert mit einem Elektroantrieb will der Hersteller vor allem Reisemobile und gewerbliche Fahrzeuge im Langstreckenbetrieb mit der Plug-in-Hybrid-Antriebstechnik ausstatten.

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Der als Wohmobil aufgebaute Concept Sprinter F-Cell soll die Vorteile des Plug-in-Hybrid-Antriebs für Langstrecken zeigen.
Der als Wohmobil aufgebaute Concept Sprinter F-Cell soll die Vorteile des Plug-in-Hybrid-Antriebs für Langstrecken zeigen.
(Bild: Daimler AG)

Mercedes Vans ergänzt seine alternativen Antriebsformen um Brennstoffzellen. Mit dem Concept Sprinter F-Cell will der Stuttgarter Nutzfahrzeughersteller eine Alternative zu rein elektrisch angetriebenen Vans mit vergleichsweise niedriger Reichweite anbieten. Das Unternehmen präsentiert den Hybrid-Konzept-Van daher auch als Wohnmobil – denn bei diesem kommt es wie bei Vans für längere Kurierfahrten und Kleinbusse im zwischenstädtischen Verkehr auf die Reichweite an.

Bei der Entwicklung des Brennstoffzellenantriebs setzt Daimler auf die bei der IAA 2017 bereits in einem Mercedes GLC vorgestellte F-Cell-Technologie: Brennstoffzellen- und Elektroantrieb werden zu einem Plug-in-Hybrid-Antrieb kombiniert.

Brennstoffzelle und Heckantrieb

Die Kombination beider Antriebsformen ermöglicht laut Mercedes eine Leistung von etwa 147 kW und ein Drehmoment von 350 Nm. Drei im Unterbau befindliche Wasserstofftanks fassen insgesamt 4,5 Kilogramm Wasserstoff – ausreichend für eine Reichweite von circa 300 Kilometern. Soll der Van weitere Strecken zurücklegen, könne laut Hersteller ein weiterer Tank im Heckbereich eingebaut werden. Dieser erhöhe die Reichweite noch mal um bis zu 200 Kilometer. Der elektrische Zusatzantrieb reiche für weitere 30 Kilometer.

Der Brennstoffzellen-Sprinter soll für viele Einsatzbereiche geeignet sein – vom Wohnmobil bis zum gewerblichen Transporter. Die Wasserstofftanks, die in den Unterbau integriert sind, sollen hier ebenso der gestalterischen Freiheit dienen wie die im Vorbau untergebrachte Brennstoffzelle und der Heckantrieb.

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