Mercedes erweitert Assistenzen in der E-Klasse

Autor / Redakteur: sp-x / Gerd Steiler

Autonomes Fahren wird im Mercedes immer greifbarer. In der kommenden E-Klasse-Generation übernehmen die weiterentwickelten Assistenzsysteme weitere Sicherheitsaufgaben.

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Voller Durchblick: Neue LED-Scheinwerfer sorgen für bessere Sicht und mehr Sicherheit.
Voller Durchblick: Neue LED-Scheinwerfer sorgen für bessere Sicht und mehr Sicherheit.
(Foto: Daimler)

Mit der neuen Mercedes E-Klasse, die im Januar 2016 in Detroit debütiert und anschließend im Frühjahr auf den Markt kommt, erweitert der schwäbische Autobauer sein Angebot an Assistenzsystemen und ermöglicht teilautonomes Fahren.

Das um zahlreiche Funktionen erweiterte „Intelligent Drive Next Level“-System entlastet den E-Klasse-Fahrer, indem es auf den voranstehenden oder rollenden Verkehr reagiert, wenn es aktiviert ist. Der Abstands-Tempomat hält dabei automatisch den korrekten Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug, bremst selbständig ab und beschleunigt wieder. Das ist im Kern nichts Neues, in der kommenden E-Klasse dann aber bis zu einer Geschwindigkeit bis 200 km/h möglich.

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Bis Tempo 130 kommt der Lenk-Pilot, der nun sogar in leichten Kurven unterstützt, dank der verbesserten Stereo-Multi-Purpose-Kamera hinter der Windschutzscheibe und neuen Radarsensoren mit weniger Orientierungshilfen aus. Er ist nicht länger auf Fahrbahnmarkierungen oder das Vorderfahrzeug angewiesen, er erkennt auch Straßenbahnränder und berechnet so den richtigen Kurs. Hat der Kunde noch Comand Online an Bord, werden die im Navigationssystem hinterlegten und die über die Kamera erkannten Geschwindigkeitsbeschränkungen selbständig eingehalten.

Aktiver Brems-Assistent

Der Bremsassistent, der die Daten der Kamera sowie der Radarsensoren nutzt, kann nun ebenfalls mehr: Er erkennt jetzt Querverkehr und Fußgänger, die sich im Gefahrenbereich vor dem Fahrzeug befinden – bei Gefahr warnt er und bremst im Notfall selbständig ab, um eine Kollision zu verhindern. Er ist in einem Geschwindigkeitsbereich von 7 bis 250 km/h auf fahrende Objekte aktiv und kann von 7 bis 100 km/h auf stehende Objekte reagieren. Somit soll der Bremsassistent einen Auffahrunfall auf ein stehendes Fahrzeug oder eine Kollision mit Fußgängern bis zu einer Geschwindigkeit von etwa 65 km/h verhindern können. Bei Ausweichmanövern wird der Fahrer vom Ausweich-Lenk-Assistenten unterstützt.

Unterstützung kommt auch von der Vernetzung der Fahrzeuge untereinander. Erstmals geht bei der E-Klasse die „Car-to-X-Kommunikation“ in Serie. Erkennen die Sensoren oder die Kamera gefährliche Situationen wie Unfälle, Pannenfahrzeug oder einen Rettungswagen im Einsatz, werden diese Informationen über eine Mobilfunkverbindung an andere E-Klasse-Fahrzeuge in der Umgebung weitergegeben. So werden die Fahrer rechtzeitig gewarnt. Mercedes plant, dieses System auch in anderen Modellen einzusetzen, dann könnte die Kommunikation untereinander deutlich erweitert werden.

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