Mercedes GLA: Der Letzte soll der Erste sein

Autor / Redakteur: sp-x / Gerd Steiler

Man hat lange abgewartet in Stuttgart: Doch jetzt will Mercedes der Konkurrenz mit dem ersten Kompakt-SUV der Marke das Fürchten lehren. Die Chancen stehen nicht schlecht.

Firmen zum Thema

Der GLA kann in der Frontansicht die Verwandtschaft zur neuen A- und zur CLA-Klasse nicht verleugnen.
Der GLA kann in der Frontansicht die Verwandtschaft zur neuen A- und zur CLA-Klasse nicht verleugnen.
(Foto: Daimler)

Kompakte SUV gelten als die Erfolgsmodelle unserer Zeit. BMW preschte schon 2009 mit dem X1 vor, Audi folgte 2011 mit dem Q3 – nur in Stuttgart blieb es erstaunlich ruhig. Erst jetzt zur IAA zeigt Mercedes die schwäbische Interpretation eines kompakten SUV. Die Serienversion des GLA unterscheidet sich nur in Nuancen vom Konzept-Fahrzeug, das als Studie in Shanghai präsentiert wurde. Vor allem das Design wurde nahezu unverändert übernommen. Der GLA gibt sich auf den ersten Blick als Mercedes zu erkennen, vollbringt gleichzeitig das Kunststück, erfrischend neu und modern dazustehen.

Die Verwandtschaft zu CLA oder A-Klasse ist dem Modell wortwörtlich ins Gesicht geschrieben: Denn gerade der Kühlergrill mit dem großen Zentralstern und die Form der Scheinwerfer orientieren sich an den Familien-Genen. Die Motorhaube mit den sogenannten Powerdomes erinnert ebenfalls an das Vorbild CLA-Coupé.

Bildergalerie
Bildergalerie mit 12 Bildern

Unverwechselbare Erscheinung

Aus allen anderen Perspektiven dagegen präsentiert sich der GLA in einem eigenständigen Erscheinungsbild. Charakteristisch ist die Kombination aus hochgesetzter Karosserie in Verbindung mit dem optisch niedrig gehaltenen „Greenhouse“, also dem oberen Teil des Passagierabteils. Zudem setzten die Designer auf ein muskulöses Auftreten. Das macht besonders die Heckansicht deutlich, wo die ausgeprägten Schultern über den Radhäusern von dem nach oben hin schmal auslaufenden Dach noch betont werden. Den Offroad-Charakter des SUV betonen Elemente wie ein angedeuteter und deutlich sichtbarer Unterfahrschutz.

Die Ingenieure haben es geschafft dem GLA einen cW-Wert von 0,29 ins Blech zu schneidern – was in diesem Segment einen deutlichen Spitzenplatz bedeutet. Unter anderem wurde der Fahrzeugboden großflächig verkleidet. Gleichzeitig wurde viel Aufwand getrieben, um die Windgeräusche im Wagen zu minimieren. Dafür sorgen spezielle Türdichtungen oder auch eine zusätzliche Abdichtung der Querfugen zwischen Dach und Heckklappe.

(ID:42261561)