Mercedes GLC F-Cell: Plug-in-Hybrid mit Brennstoffzelle

Autor / Redakteur: sp-x / Andreas Wehner

Schon mehrfach schien die Brennstoffzelle bei Mercedes kurz vor dem Serieneinsatz zu stehen. 2017 könnte es nun endlich soweit sein.

Firmen zum Thema

Mercedes bringt 2017 einen GLC mit Brennstoffzelle.
Mercedes bringt 2017 einen GLC mit Brennstoffzelle.
(Bild: Daimler)

Mercedes will ab 2017 sein erstes Serienfahrzeug mit Brennstoffzelle auf den Markt bringen. Das Wasserstoffauto auf Basis des Mittelklasse-SUV GLC soll als erstes derartiges Modell als Plug-in-Hybrid ausgelegt sein. So will Daimler auch das Problem des fehlenden Tankstellennetzes minimieren.

Die Brennstoffzelle des Mercedes GLC F-Cell soll nur bei längeren Fahrten als zur Energiegewinnung genutzt werden. Auf der Kurzstrecke bezieht das SUV den Strom stattdessen aus einer 9 kWh großen Batterie und lässt den Wasserstofftank unberührt. Mit Akku und H2-Vorrat soll der Plug-in-Hybrid insgesamt 500 Kilometer weit fahren können. Muss nachgetankt werden, geht das im Idealfall schnell. Denn der Wasserstofftank ist in nur drei Minuten wieder voll – eine Batterie würde rund zehnmal so lange brauchen.

Äußerlich unterscheidet sich die Brennstoffzellenvariante des GLC kaum von den konventionellen Modellen. Auch, weil das Stromkraftwerk so klein ausfällt, dass es in den Motorraum passt. Ein Preis für das Fahrzeug, das auf der IAA 2017 seine Premiere feiern soll, ist noch genauso wenig bekannt wie das Vertriebsmodell.

Die Brennstoffzellen-Limousine Toyota Mirai kostet rund 80.000 Euro und wird ausschließlich im Leasing angeboten. Hyundai hat für knapp 65.500 Euro das SUV ix35 Fuel Cell im Programm. Das Modell kommt künftig auch in einem Carsharing-Projekt in München zum Einsatz.

Mercedes baut bereits seit Anfang des Jahrtausends Brennstoffzellenfahrzeuge zu Forschungs- und Demonstrationszwecken in Kleinstserie, unter anderem eine Variante der ersten A-Klasse sowie eine der aktuellen B-Klasse. Mit dem neuen Modell könnte erstmals ein entsprechendes Fahrzeug der Stuttgarter nennenswerte Produktionszahlen erreichen.

(ID:44104612)