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Mercedes investiert in weitere Batteriefabrik

| Autor / Redakteur: dpa/gr / Andreas Grimm

Für die Elektrifizierung der Modelle benötigt Mercedes eine große Menge an Batterien. Damit die Versorgung gesichert ist, werden nach und nach Batteriewerke aufgebaut. Dennoch bleibt der Autobauer abhängig von Zulieferern.

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Die Grundlage des Elektroantriebs sind viele kleine Batteriezellen. Entscheidend ist aber ihr Zusammenspiel, die Batteriearchitektur. Die bestimmen die Hersteller in ihren Batteriefabriken.
Die Grundlage des Elektroantriebs sind viele kleine Batteriezellen. Entscheidend ist aber ihr Zusammenspiel, die Batteriearchitektur. Die bestimmen die Hersteller in ihren Batteriefabriken.
(Bild: Fraunhofer ILT)

Der Daimler-Konzern plant eine weitere Batteriefabrik. Im polnischen Jawor, wo der Konzern derzeit ein Motorenwerk aufbaut, soll zusätzlich eine Batteriefertigung für mehr als 200 Millionen Euro entstehen. Das teilte der Konzern am Dienstag in Stuttgart mit. Die Motorenfertigung mit rund 1.000 Beschäftigten soll dieses Jahr anlaufen. Der Start der Batteriefertigung ist für Anfang der kommenden Dekade geplant und soll noch einmal 300 Arbeitsplätze bringen.

Daimler bringt in diesem Jahr das erste Fahrzeug seiner Elektromarke EQ auf den Markt. Zehn Milliarden Euro lässt sich Daimler die Entwicklung und Produktion der Elektro-Flotte bei Mercedes-Benz kosten. „Wir werden bis 2022 das gesamte Portfolio elektrifizieren und unseren Kunden in jedem Segment verschiedene elektrifizierte Alternativen anbieten. Dazu gehören auch mehr als zehn reine Elektro-Pkw“, bekräftigte Markus Schäfer, Produktionsvorstand von Mercedes-Benz Cars.

In den Aufbau von Batteriefabriken weltweit steckt Daimler mehr als eine Milliarde Euro. Ein Batteriewerk im sächsischen Kamenz ist schon in Betrieb, zusammen mit der nun angekündigten Fabrik in Polen sollen noch acht weitere folgen. Eingesetzt werden sollen die Batterien in der gesamten Elektroflotte, vom Elektro-Smart über Transporter und Busse bis hin zu Lkw sowie den Fahrzeugen der Marke EQ.

Daimler baut die Batterien zwar selbst, kauft die Zellen dafür – den zentralen Baustein – bei externen Lieferanten zu, die jedoch beauftragt werden, nach speziellen Vorgaben zu fertigen. Entscheidend ist dann aus Sicht von Daimler das Batteriemanagement und die Komposition der Zellen. Die Verträge mit Lieferanten für Batteriezellen sind inzwischen unter Dach und Fach – dafür nimmt Daimler in den kommenden Jahren mehr als 20 Milliarden Euro in die Hand.

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