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Mercedes-Rückrufe: Drei Aktionen für neun Modelle

Autor / Redakteur: Niko Ganzer / Jakob Schreiner

B-Klasse, E-Klasse (Cabrio), CLA, CLS, GLE (Coupé), GLS und AMG GT stehen diesmal auf der To-Do-Liste der Vertragspartner. Problemzonen sind die hinteren Bremssättel, das Beifahrer-Sitzkissen und die Isofix-Konsole.

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(Bild: gemeinfrei / CC0 )

Drei neue Rückrufaktionen gibt es von Mercedes-Benz zu vermelden. Bei den Baureihen GLE, GLS und GLE-Coupé gibt es Probleme mit dem Bremssystem, bei B-Klasse, E-Klasse, CLA, CLS und AMG GT mit dem Insassenklassifizierungssystem des Beifahrersitzes und beim E-Klasse-Cabrio mit der Isofix-Kindersitzbefestigung.

Die verminderte Bremsleistung oder gar ein Ausfall des hinteren Bremskreises wird durch einen fehlerhaft beschichteten Kolben der hinteren Bremssättel ausgelöst. Im Kolbenmaterial könnte laut eines Daimler-Sprechers Wasserstoff eingelagert sein, der in die Hydraulik der Hinterachsbremse gelangen könnte. An den Baureihen 166 und 292 des Produktionszeitraumes April bis Juni dieses Jahres ist daher eine Entlüftung der Bremsanlage an der Hinterachse vorgesehen. Dies soll circa eine Stunde dauern.

Eine fehlerhafte Kalibrierung des Insassenklassifizierungssystems macht einen deutlich längeren Werkstattaufenthalt für die Baureihen 117, 213, 246, 257 und 290 nötig. „Der Tausch des Beifahrersitzkissens wird ungefähr 2,5 Stunden in Anspruch nehmen“, sagte der Sprecher. Notwendig ist dies, weil der Beifahrerairbag nicht wie vorgesehen abgeschaltet wird, wenn der Halter einen Kindersitz auf dem Beifahrersitz befestigt. Die betroffenen Fahrzeuge liefen zwischen April 2017 und Juni 2018 vom Band (B-Klasse und CLA nur Januar und Februar 2018).

Ebenfalls mit der Verwendung eines Kindersitzes zu tun hat der dritte Rückruf, der die Cabriolet-Variante der E-Klasse (Baureihe A 238) betrifft. Im Oktober und November 2017 sei die Isofix-Konsole zur Befestigung einer Babyschale an die Karosserie außerhalb der Spezifikation gefertigt worden, so der Sprecher. „Dadurch könnte im Falle eines Unfalls ein montierter Kindersitz im Fond nicht wie vorgesehen fixiert sein.“ Die Richtzeit für Prüfung und gegebenenfalls den Tausch der Konsole ist maximal eine Stunde. Zur Stückzahl aller drei Rückrufe machte der Konzern wie gewohnt keine Angabe.

(ID:45512627)

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 Niko Ganzer

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Freier Journalist