Mercedes-Rückrufe für S-Klasse, CLS und AMG GT

Autor / Redakteur: Niko Ganzer / Jakob Schreiner

Fahrzeugbrand und unwirksame Sicherheitsgurte lauten die Worst-Case-Szenarien bei den Modellen am oberen Ende des Daimler-Produktportfolios. Wie viele Fahrzeuge konkret betroffen sind, verschweigt der Hersteller.

Firmen zum Thema

Vom Rückruf ist unter anderem die S-Klassen-Baureihe 222 betroffen.
Vom Rückruf ist unter anderem die S-Klassen-Baureihe 222 betroffen.
(Bild: Daimler)

Vor einer Brandgefahr, warnt das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) eine unbekannte Zahl an Haltern einer S-Klasse (Baureihen 222 und 217) aus dem Produktionszeitraum August 2017 bis Februar 2018. Ursache sind zwei möglicherweise vergessene Befestigungsmuttern. Sie sollten eigentlich die Stromschienen innerhalb der Vorsicherungsdose im Kofferraum fixieren.

Ohne diese Muttern droht laut einem Daimler-Sprecher ein erhöhter Übergangswiderstand zwischen den Schienen und dadurch ein Ausfall des Motors und Armaturenbretts, sowie verschiedener Gurtfunktionen. Rückrufmaßnahme „5497631“ verlangt vom Mercedes-Partner die Überprüfung und gegebenenfalls den Tausch der Vorsicherungsdose.

Zudem hat Daimler „festgestellt, dass bei bestimmten Fahrzeugen der Baureihe CLS (BR 257) und AMG GT (BR 290) die Vernietung des Gehäusedeckels der Sicherheitsgurte auf den Vordersitzen nicht der Spezifikation entsprechen könnte“, erklärte der Konzernsprecher weiter. Gefahr drohe bei extremer Kälte.

Bei einer Bauteiltemperatur von weniger als minus 17,5 Grad Celsius könnten die Nieten nicht die vorgesehene Bauteilhärte aufweisen. Bei einem schweren Unfall könnte sich der Gehäusedeckel bei den Modellen aus 2017 und 2018 lösen und die Gurte versagen. Stückzahlangaben zu beiden Rückrufen machte der Hersteller wie gehabt keine.

(ID:45454744)

Über den Autor

 Niko Ganzer

Niko Ganzer

Freier Journalist