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Mercedes S-Klasse setzt auf Sicherheit

Autor / Redakteur: sp-x / Gerd Steiler

Die neue Mercedes S-Klasse setzt Maßstäbe in puncto Fahrzeugsicherheit. Zu den technischen Neuheiten zählen der Beltbag im Fond, die Fußgänger-Erkennung und die Überwachung des Querverkehrs.

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Im Fond sorgen neuartige Belt-Bags für Sicherheit.
Im Fond sorgen neuartige Belt-Bags für Sicherheit.
(Foto: Mercedes)

Wenn im nächsten Jahr die neue Mercedes S-Klasse debütiert, wollen die Schwaben wieder Maßstäbe in der Sicherheit setzen. Zu den Highlights des intern W222 genannten Modells gehören der Beltbag im Fond, die Fußgänger-Erkennung, die Überwachung des Querverkehrs sowie das im Funktionsumfang erweiterte adaptive Lichtsystem in Verbindung mit Voll-LED-Scheinwerfern. Dass es mit der Technik künftig komplett unfallfrei zugehen wird, daran glauben die Entwickler des Mercedes-Topmodells freilich nicht. Aber die Häufigkeit der Kollisionen soll ebenso sinken wie der Schweregrad vieler potenziellen Verletzungen.

Nicht weniger als sechs Radarquellen und acht Kameras bilden das Netzwerk der äußeren Sensorik. Sie erfassen Fußgänger, von vorne, von hinten oder quer kommende Fahrzeuge und nicht zuletzt die Straßenbegrenzung. Für unachtsam auf die Fahrbahn springende Passanten bremst der große Mercedes selbst – und zwar bis 72 km/h. Ist die Limousine nicht schneller als 50 Stundenkilometer, können Zusammenstöße mit Fußgängern laut Hersteller komplett verhindert werden.

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Etwas komplizierter liegt der Fall bei unverhofft auftretendem Querverkehr – wenn beispielsweise ein Verkehrsteilnehmer droht, die Vorfahrt zu missachten. In diesem Fall wird das Bremssystem lediglich vorgespannt, zu einer autonomen Vollbremsung jedoch kommt es nicht. Hierdurch sollen etwaige „leere“ Vollbremsungen vermieden werden.

Ebenfalls neu in der künftigen S-Klasse: Der Spurassistent erkennt belegte Fahrspuren und führt bei gestrichelter Linie eine automatische Kurskorrektur aus. Wer also versehentlich in den Gegenverkehr lenkt, wird durch einen Bremseingriff wieder in die richtige Bahn geführt. Ist die entsprechende Nebenspur jedoch frei, bleibt es bei einer bloßen Warnung durch Vibration.

Ein neues Sicherheitskapitel beginnt außerdem für die Fondinsassen: Sie werden künftig durch einen Beltbag geschützt. Da es schwierig ist, einen Airbag in den Vordersitzlehnen unterzubringen, wie Sicherheits-Experte Ralf Bogenrieder erklärt, werden die Gurte selbst aufgepustet, um die Belastungen für den Brustkorb zu minimieren.

Lichtsystem ohne Glühbirnen

Innovativ ist zudem das Lichtsystem – die glühbirnenfreie S-Klasse wird bereits ab Werk mit LED-Scheinwerfern vorfahren. Gegen Aufpreis gibt es ein adaptives Dauerfernlicht, das verschiedene Bereiche individuell ausblenden kann (wie erstmals beim VW Touareg). Die Kreuzung dieser Technik mit LED-Licht jedoch ist neu.

Während der Bereich des Vorausfahrers dunkel bleibt, werden die Seiten voll ausgeleuchtet, und potenzielle Fußgänger sowie Tiere am Fahrbahnrand lassen sich gut erkennen. Obwohl die LED-Einheiten erheblich mehr Licht spenden, sind sie viel sparsamer im Energieverbrauch: Statt 120 Watt (Halogen) benötigt die Anlage lediglich 34 Watt – bei deutlich höherer Reichweite.

Grelle Schlussleuchten an nächtlichen Ampelstopps gehören mit der neuen S-Klasse der Vergangenheit an. Bei Dunkelheit nämlich wird die Leuchtintensität von Blink- und Bremslicht auf ein angenehmes Maß zurückgeregelt. Schön, dass das künftige Mercedes-Flaggschiff auch ein Bonbon für Nichtkunden bereithält. Denn jeder wird sich den rasch in sechsstellige Bereiche anwachsenden Neupreis wohl kaum leisten können.

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