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Mercedes SLS AMG: Stoffverdeck statt Flügeltüren

Autor / Redakteur: sp-x / Vera Scheid

Mercedes zeigt mit dem neuen Luxus-Roadster nun eine Cabrio-Version des SLS Coupés. Bei beiden Modellen setzt der Hersteller auf einen V8-Motor. Details gibt es erst bei der Premiere auf der IAA.

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Das Mercedes SLS AMG hat statt der Flügeltüren nun ein Stoffverdeck - der so entstandene Roadster wird im September auf der Internationalen Automobilausstellung in Frankfurt (IAA) präsentiert. Er wurde gleichzeitig mit dem bereits 2009 vorgestellten Coupé entwickelt.

Große Änderungen an der Karosseriestruktur, um den Stabilitätsverlust durch das fehlende Dach auszugleichen, waren daher für die Konstruktion des Cabrios nicht mehr nötig. Für eine hohe Verwindungsfestigkeit reichen verstärkte Seitenschweller, zusätzliche Streben an der Windschutzscheibe, eine Domstrebe an der Hinterachse sowie ein zusätzlicher Querträger hinter den beiden Sitzen, der auch den fest stehenden Überrollbügel aufnimmt.

So konnte auch das übliche Mehrgewicht eines Roadsters in Grenzen gehalten werden. Die Rohkarosserie ist mit 243 Kilogramm nur 2 Kilogramm schwerer als beim Coupé. Von außen sind die Maßnahmen nicht zu sehen.

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Stoffdach faltet sich hinter den Sitzen

Klar zu erkennen ist jedoch das Design des Roadsters, auch wenn die ersten offiziellen Bilder noch ein Vorserienmodell ohne Markenemblem zeigen. Zu sehen ist ein knappes Stoffdach, das sich direkt hinter die Sitze faltet. Das soll auch während der Fahrt bis Tempo 50 möglich sein. Statt der beim Coupé im Dach verankerten Flügeltüren gibt es konventionelle Portale wie im SL oder SLK.

Unter der Haube gleichen sich die beiden Modelle jedoch wieder. Für den Antrieb sorgt jeweils ein 6,2-Liter-V8-Benziner mit 420 kW/571 PS Leistung, der eine elektronisch begrenzte Höchstgeschwindigkeit von 317 km/h erlaubt.

Die Beschleunigungswerte des Roadsters sind noch nicht bekannt, dürften aber auf dem Niveau des Coupé liegen, das 3,8 Sekunden für den Spurt von 0 auf Tempo 100 braucht. Auch der Verbrauch dürfte mit rund 13 Litern ähnlich sein.

Weitere Details soll es erst zur Premiere des Roadsters auf der IAA geben. Dann werden wohl auch Preise genannt. Doch schon heute braucht es nicht viel Phantasie, um mit gut 200.000 Euro zu rechnen. Das wäre ein Aufschlag von rund 16.000 Euro gegenüber dem Coupé.

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