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Mercedes startet drei Rückrufe für den GLE

| Autor / Redakteur: Niko Ganzer / Yvonne Simon

Beim SUV geht es zweimal um mögliche Feuchtigkeit im Innenraum und damit verbundene Elektrik-Probleme. Zudem muss bei einer kleinen Stückzahl der Beifahrerairbag getauscht werden.

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Für den GLE laufen bei Mercedes gleich drei Rückrufe für weltweit über 42.700 Fahrzeuge.
Für den GLE laufen bei Mercedes gleich drei Rückrufe für weltweit über 42.700 Fahrzeuge.
(Bild: Daimler)

Für den Mercedes GLE stehen drei Rückrufe auf dem Programm. Die umfangreichste ist die Aktion mit dem internen Code „8391101“, die laut Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) weltweit für 41.548 Exemplare vorgesehen ist, davon 3.576 in Deutschland. Bei ihnen besteht die Möglichkeit, dass die Kondenswasser-Ablaufschläuche der Klimaanlage nicht korrekt montiert sind, wie ein Markensprecher auf Anfrage erklärte.

In den Innenraum eindringende Feuchtigkeit könnte dadurch an den im linken und rechten Fußraum verbauten elektrischen Komponenten Korrosion verursachen und/oder zu Kurzschlüssen beziehungsweise Kriechströmen führen. „Darüber hinaus könnten unter anderem der automatische Notruf (E-Call) ausfallen, das Fahrzeug nicht entriegelt und/oder gestartet werden sowie im Fahrbetrieb der Motor-Notlauf aktiviert werden“, so der Sprecher. Für die Prüfung und gegebenenfalls korrekte Montage der Schläuche an SUVs aus dem Bauzeitraum Januar 2018 bis Juli 2019 sind seinen Worten zufolge circa 30 Minuten vorgesehen.

Sicherheitsrelevante Systeme könnten ausfallen

Deutlich länger, dafür für weniger Fahrzeuge, dauern zwei andere GLE-Rückrufe. Eine der beiden Aktionen (Code „6190203“) wird ebenfalls durch Wassereintritt in den Innenraum verursacht, diesmal aber von außen. Bei etwas über 1.000 Fahrzeugen sei möglicherweise ein Bolzen nicht korrekt verschweißt worden, wodurch eine kleine Öffnung in den Hauptboden geschmolzen worden sein könnte. Nach einer Wasserdurchfahrt mit einer Wattiefe ab circa 400 Millimeter Wasser „könnten verschiedene elektrische Kontakte mit Feuchtigkeit beaufschlagt werden“, sagte der Sprecher.

Sicherheitsrelevante Systeme wie Beleuchtung und Scheibenwischer, schlimmstenfalls aber auch der Motor, könnten ausfallen. Um dies auszuschließen, prüfen die Vertragsbetriebe den Schweißbolzen bei Fahrzeugen aus dem Produktionszeitraum von Juni 2018 bis April 2019 und dichten ihn bei Bedarf ab. Der Werkstattaufenthalt soll etwa 1,5 Stunden in Anspruch nehmen, genauso lange wie bei der dritten Aktion, die den Tausch des Beifahrerairbags vorsieht. Dies ist notwendig, weil sich das Luftkissen bei hohen Innenraumtemperaturen unter Umständen nur eingeschränkt entfaltet.

Die Aktion mit dem Code „9193001“ betrifft aber nur 203 Einheiten, die zwischen Juni und Dezember 2018 vom Band liefen. Fast alle davon sind hierzulande gemeldet. Die kostenfreie Kundenhotline für Fragen zu den bevorstehenden Arbeiten lautet: 00800/12777777.

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 Niko Ganzer

Niko Ganzer

Freier Journalist