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Mercedes startet Rückrufe für C- und E-Klasse

| Autor / Redakteur: Niko Ganzer / Yvonne Simon

Die Mercedes-Vertragswerkstätten beginnen das neue Rückrufjahr mit einem Softwareupdate an einer größeren Summe von Fahrzeugen, sowie zwei kleineren Checks auf eventuelle Produktionsfehler.

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Der Mercedes GLC gehört zu den vom Daimler-Rückruf betroffenen Fahrzeugen.
Der Mercedes GLC gehört zu den vom Daimler-Rückruf betroffenen Fahrzeugen.
(Bild: Daimler)

Je zwei Rückrufaktionen für die Mercedes C- und E-Klasse hat Daimler kurz vor dem Jahreswechsel bestätigt – wie immer ohne Stückzahlangaben. Zieht man die Daten aus Nordamerika heran, dürften zwei der drei Rückrufe eher einen kleinen Umfang haben. Eine Aktion wegen einer fehlerhaften Anzeige des Aktivierungszustands des Beifahrerairbags scheint jedoch für eine größere Summe an Fahrzeugen der Baureihen C-Klasse und GLC (Baureihen 205 und 253) relevant zu sein. In den USA und Kanada sind etwa 105.000 Halter über dieses Problem informiert worden.

Bei Modellen aus dem Produktionszeitraum von August 2017 bis Oktober 2018 mit dem „Audio 20“-System und automatischer Kindersitzerkennung könnte der in der Mittelkonsole angezeigte Status der Beifahrerairbags nicht korrekt angegeben werden. „Der Nutzer könnte in Folge nicht angemessen auf eine potentiell falsche Insassenklassifizierung reagieren“, erklärte ein Daimler-Sprecher auf Anfrage. Das notwendige Softwareupdate soll etwa 90 Minuten dauern.

Im Oktober des abgelaufenen Jahres sind bei einigen T-Modellen der E-Klasse (BR 213) die Heckspoiler am Dach nicht nach Vorgabe verschraubt worden. Um ein vollständiges Ablösen vom Fahrzeug auszuschließen, prüft die Vertragswerkstatt innerhalb von 45 Minuten die Fixierung und arbeitet diese bei Bedarf nach.

Im Mai 2018 wurde bei einigen Exemplaren der C-Klasse und E-Klasse Coupé/Cabriolet (BR 205 und 238) der Verriegelungszustand der Lenkungskupplung bei der Montage im Produktionswerk nicht korrekt dokumentiert. Sollte eine Lenkungskupplung tatsächlich nicht korrekt verriegelt worden sein, könnte sich die mechanische Verbindung zwischen Lenkrad und Lenkgetriebe im Fahrbetrieb lösen. Dies würde zum Verlust der Lenkfähigkeit führen. „Es liegen indes keine Hinweise auf eine tatsächlich fehlerhafte Verriegelung der Lenkungskupplung vor“, sagte der Sprecher. Die Prüfung der Lenkungskupplung werde circa eine Stunde in Anspruch nehmen.

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 Niko Ganzer

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Freier Journalist