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Mercedes testet Paketzustellung per Drohne

Autor / Redakteur: sp-x / Andreas Grimm

Die Transport- und Paketbranche boomt, auch wegen des Online-Handels. Immer wichtiger wird daher die effiziente Auslieferung. Wie die mit Drohnen funktionieren könnte, testen derzeit Mercedes, Matternet und der Onlinehändler Siroop in Zürich.

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Maximal zwei Kilo schwere Pakete können die Drohnen von Matternet transportieren. Sie sollen die Auslieferung beschleunigen.
Maximal zwei Kilo schwere Pakete können die Drohnen von Matternet transportieren. Sie sollen die Auslieferung beschleunigen.
(Bild: Mercedes-Benz)

Mercedes hat in Zürich mit Projektpartnern einen Feldversuch gestartet, um die Idee von Lieferwagen mit Drohnen praktisch zu testen. Erstmals präsentierte der Stuttgarter Autobauer im September 2016 diese Idee mit der Lieferwagen-Studie Vision Van, die mit zwei Drohnen ausgestattete war. Die kleinen Fluggeräte, so die Idee, sollen in Zukunft für eine effizientere Paketzustellung per Luftfracht sorgen.

Partner sind der schweizerische Internethändler Siroop und der amerikanische Drohnen-Spezialist Matternet. Kunden können für den Projektzeitraum, der bereits am 13. Oktober wieder endet, bei Siroop Produkte, die weniger als zwei Kilogramm wiegen, für eine Auslieferung am selben Tag bestellen.

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Zwei mit Landeplatz auf dem Dach ausgestattete Vito-Vans werden dann von autonom fliegenden Drohnen an fest definierten Landeplätzen mit dieser Bestellung angesteuert. Der Zusteller übernimmt das Paket, um es anschließend an den Kunden auszuliefern. Mit dem Drohneneinsatz will man die Auslieferung beschleunigen und zudem den Straßenverkehr entlasten.

Bei Matternet ist man überzeugt, dass solche drohnengestützten Logistik-Netzwerke in Zukunft helfen, die Paketzustellung schneller und effizienter zu machen. Selbstredend sind die fliegenden Minitransporter mit redundanten Sicherheitseinrichtungen gerüstet. So haben die Flieger das Sense-and-avoid-System der Schweizer Luftraumsicherung an Bord, das auch von anderen Luftraumnutzern verwendet wird. Außerdem sind die Drohnen mit Fallschirmen gerüstet, die bei Störungen automatisch ausgelöst werden.

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