Messegesellschaft plant „Genfer Salon light“ für 2021

Autor: Andreas Grimm

Das automobile Jahr 2021 sollte eigentlich ohne den Genfer Salon starten. Wie es scheint, fehlt der Messegesellschaft Palexpo das Autothema aber sehr. Sie feilt an einem eigenen Konzept für eine Veranstaltung im Frühjahr. Noch ist aber eine entscheidende Frage unklar.

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Der Genfer Salon (GIMS) könnte 2021 als „Geneva Automotive & Mobility Media Days“ wiederauferstehen.
Der Genfer Salon (GIMS) könnte 2021 als „Geneva Automotive & Mobility Media Days“ wiederauferstehen.
(Bild: Palexpo)

Angesichts unklarer Zukunftsaussichten hatten die bisherigen Macher des Genfer Autosalons eine Neuauflage der traditionsreichen Messe für 2021 ausgeschlossen. Inzwischen scheint eine Variante des Autosalons allerdings denkbar. Wie der Autogewerbe-Verband der Schweiz (AGVS) unter Berufung auf das Branchenmagazin „Autosprint.ch“ meldet, ist eine Veranstaltung ohne Besucher in den Genfer Messehallen geplant.

Nach der Absage des diesjährigen Genfer Salons im März hatte der Veranstalter im Sommer beschlossen, auch 2021 keine Messe durchzuführen. Auslöser war wohl die unsichere Teilnahme vieler Aussteller verbunden mit der nicht zu prognostizierenden Corona-Lage im kommenden März. Zudem wurde angekündigt, die Rechte an der Messe an die Messegesellschaft Palexpo verkaufen zu wollen.

Das scheint inzwischen vollzogen, denn laut dem AGVS hat eben jene Messegesellschaft inzwischen ein Konzept erarbeitet, das vom 1. bis 3. März 2021 eine reduzierte Autoshow ohne Publikum vorsieht. Veranstalter werde die Palexpo selbst sein, vorausgesetzt das Konzept wird angenommen. Eine Entscheidung über die Durchführung soll Mitte Dezember fallen.

Die Veranstaltung wird dann allerdings nicht „Geneva International Motor Show“ (GIMS) heißen, sondern „Geneva Automotive & Mobility Media Days“. Angestrebt werde ein Umfeld, das physische und virtuelle Elemente vereint und den Ausstellern die Möglichkeit bietet, Medienvertretern und Influencern Neuigkeiten zu präsentieren, erläutert der AGVS. Immerhin hatten den Genfer Salon laut „Autosprint.ch“ bis zu 10.000 Medienvertreter besucht.

Wie aber bereits bei den klassischen messen hängt die Durchführung der Media Days einerseits von der weiteren Entwicklung der Corona-Pandemie und den notwendigen Hygienemaßnahmen ab. Gleichfalls wichtig wird sein, ob sich überhaupt ausreichend Autohersteller zu dem Veranstaltungsformat bekennen und teilnehmen. Schließlich war ein Auslöser für die frühe Absage des Genfer Salons 2021 gewesen, dass viele Aussteller überhaupt erst für 2022 wieder mit einer Teilnahme planten und für das kommende Jahr bereits abgesagt hatten.

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Fachredakteur Management & Handel, Redaktion »kfz-betrieb«