Michelin will Zielkonflikte lösen

Rollwiderstand und Fahrsicherheit im Einklang

20.10.2008 | Autor: Jan Rosenow

Didier Miraton: „Wir wollen die Entwicklungszeit für neue Produkte bis 2010 halbieren.“
Didier Miraton: „Wir wollen die Entwicklungszeit für neue Produkte bis 2010 halbieren.“

„Es gibt keinen Zielkonflikt zwischen Rollwiderstand und Bremsleistung“, erklärte Didier Miraton, Geschäftsführender Partner von Michelin, und stellte damit eine alte Gewissheit der Reifenentwicklung in Frage. Sein Unternehmen hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2030 den Rollwiderstand und den reifenbedingten Lärm zu halbieren und gleichzeitig den Bremsweg zu verkürzen. Auf einer Presseveranstaltung am 20. Oktober in Clermont-Ferrand demonstrierte Michelin, wie ein mit dem Leichtlaufreifen Michelin Energy Saver ausgerüsteter Fiat 500 im Durchschnitt 2,1 Meter vor drei mit den wichtigsten Wettbewerbsreifen ausgerüsteten baugleichen Fiat zum Stehen kam.

Ein amtlich beglaubigter Spritspartest mit zwei baugleichen Mercedes (C-Klasse) ergab einen Minderverbrauch von 0,43 Liter auf 100 Kilometer für das mit Michelin Energy Saver ausgerüstete Auto. Zusätzlich zeichnet sich der Michelin-Leichtlaufreifen nach Unternehmensangaben durch eine stark verlängerte Lebensdauer aus (bis zu 40 Prozent zum Beispiel gegenüber gleichwertiger Wettbewerbsreifen).

Höhere Laufleistung

Michelin möchte technische Neuerungen zudem schneller als bisher auf den Markt bringen. Bis 2010 soll sich die Entwicklungszeit für neue Reifen und Serviceleistungen halbieren, erklärte Didier Miraton. 6.000 Beschäftigte seien rund um den Globus in der Forschung und Entwicklung der Michelin-Gruppe tätig. Jedes Jahr investieren die Franzosen rund 600 Millionen Euro in die Entwicklung.

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