Micare Microdots, der etwas andere Diebstahlschutz für Klassiker

Von Steffen Dominsky

Immer öfter liest man von Oldtimer-Diebstählen. Unterschiedlichste Produkte und Konzepte sollen diese verhindern. Ganzheitliche Ansätze gibt es diesbezüglich nur wenige – um genau zu sein, eigentlich nur einen.

Mit einer handelsüblichen UV-Lampe macht man den UV-Lack sichtbar, der mit zahlreichen, winzig kleinen „Microdots“ versetzt ist und es so ermöglicht, einzelne Fahrzeugteile zu kodieren.
Mit einer handelsüblichen UV-Lampe macht man den UV-Lack sichtbar, der mit zahlreichen, winzig kleinen „Microdots“ versetzt ist und es so ermöglicht, einzelne Fahrzeugteile zu kodieren.
(Bild: Dominsky / »kfz-betrieb«)

„Kaum gestohlen, schon in Polen!“, lautete ein bekannter Spruch in der Kfz-Branche in den Neunzigern, der noch heute Gültigkeit hat. Im Fall von Oldtimern müsste man heutzutage allerdings weniger treffend reimen: „Kaum gestohlen, schon in Holland!“. Denn viele der hierzulande gerade im Westteil geraubten Klassiker verschwinden bei unseren Nachbarn hinterm Deich. In Industriehallen, verlassenen Gehöften oder Tiefgaragen werden sie meist erst mal für einige Monate „kaltgestellt“, bevor die Räuber sie weiter transportieren oder sie an Ort und Stelle ausschlachten.

Selbstverständlich wissen professionelle Oldtimerdiebe um mögliche, in automobilen Klassikern verbaute Sicherheitstechnik wie GPS-/GSM-Tracker und nutzen deshalb Werkzeuge wie GSM-Finder und GPS-Störsender. „Genau deshalb haben wir mit unserem ‚Micare PS Re-Locator‘ ein Ortungssystem entwickelt, das passiv und autark arbeitet und über drei weitere Peilsysteme im Nahbereich (Bluetooth, LoRa = Long Range Wide Area Network und RFID) verfügt. So vermeidet es die Nachteile bekannter Systeme“, erklärt Antonia Stumpfernagel, Gründerin von Micare PS.