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Mikromobilität: Verlängerte Reichweite

| Autor / Redakteur: Martin Achter / Martin Achter

Bald erweitert eine völlig neue Fahrzeugklasse die Mobilität der Verbraucher: Mit den Elektrokleinstfahrzeugen könnte sich für Händler ein Zusatzgeschäft rund um die Wege von Autofahrern zwischen ihren Fahrzeugen und ihren Zielorten ergeben – und vielleicht auch ein Zugang zu neuen Zielgruppen.

(Bild: Achter)

Jürgen Gaul ist Realist – zugleich steht er Neuerungen offen gegenüber, gerade wenn es um sein Fachgebiet geht: die individuelle Mobilität von Menschen. Deswegen jubelt der Geschäftsführer des nordbayerischen Autohauses Gaul & Klamt (Ford, Volvo) mit Sitz in Bad Neustadt an der Saale zwar nicht darüber, dass bald die neue Klasse der Elektrokleinstfahrzeuge auf Deutschlands Straßen erlaubt sein wird – und auch nicht über deren Vermarktungspotenzial. Dem Gedanken jedoch, in das Geschäft – wenn auch nur in begrenztem Maß – wieder einzusteigen, sobald die Bundesregierung rechtliche Klarheit geschaffen hat, verschließt er sich nicht.

Denn Gaul hat das Interesse der Verbraucher an der Mikromobilität schon verspürt, als er zwischen 2014 und 2017 Elektrokleinstfahrzeuge vor Ort im Autohaus, aber auch über den Onlineshop des Unternehmens verkaufte. Deswegen ist er sich auch sicher: „Wir werden Kunden in gewissem Umfang wieder etwas anbieten.“ Und das könne auch für andere Autohäuser interessant sein – mehr oder weniger, je nach Vertriebsgebiet, sagt Gaul. Besonders in städtischen Gebieten oder Ballungsräumen sei der Verkauf von Elektrokleinstfahrzeugen durch Autohändler ein realistisches Szenario.