Elektromobilität Millionen-Förderung für Mini-Stromer

Autor / Redakteur: sp-x / Viktoria Hahn

Kommunen sowie kommunale und gewerbliche Unternehmen können wieder Fördergeld für die Anschaffung von E-Fahrzeugen beantragen. Subventioniert werden allerdings nur besonders leichte Stromer.

Firma zum Thema

Der deutsche Ableger des US-Unternehmens Tropos Motors bietet seit Frühjahr 2020 den elektrischen Kleintransporter Able an. Die Preise starten bei 18.000 Euro.
Der deutsche Ableger des US-Unternehmens Tropos Motors bietet seit Frühjahr 2020 den elektrischen Kleintransporter Able an. Die Preise starten bei 18.000 Euro.
(Bild: Tropos Motors Europe GmbH)

Das Bundesverkehrsministerium hat Anfang 2021 einen zweistelligen Millionenbetrag zur Förderung von E-Fahrzeuge im Einsatz gewerblicher und kommunaler Fahrzeugflotten bereitgestellt. Noch bis Ende März 2021 läuft die Antragsfrist. Gefördert werden allerdings Elektroautos der Leichtbauklassen, die in Hinblick auf den ökologischen Fußabdruck besondere Vorteile bieten.

L7e ist eine der förderfähigen Kategorien. Bei Fahrzeugen dieser Klasse handelt es sich um vierrädrige Kfz, die mit 450 Kilogramm Leermasse und mit einer maximalen Nutzleistung von 15 kW/20 PS unterwegs sein dürfen. Bei den elektrischen Vertretern mit L7-Zulassung klammert übrigens die Leermasse die oft schwere Batterie aus, weshalb diese auch mehr als L7-Fahrzeuge mit Verbrenner wiegen können.

Bildergalerie
Bildergalerie mit 5 Bildern

Besonders gut eignen sich die kleinen, emissionsfreien Laster für den Einsatz im Landschafts- und Gartenbau, in Freizeitparks, auf einem Campus oder einem Betriebsgelände. Auch als Lieferfahrzeuge in Stadtzentren mit engen Straßen können sie eine interessante Alternative sein. Vergleichsweise günstig sind die Stromer außerdem.

Der Ari 458

Zur L7e-Transporterklasse gehört zum Beispiel der Ari 458, der seit 2019 in Deutschland von Ari Motors vertrieben wird. In seiner einfachsten Pritschenversion bietet der 3,15 Meter kurze Zweisitzer eine Ladefläche mit Platz für eine Europalette sowie 450 Kilogramm Zuladung. Neben zwei alternativen Pritschen-Versionen mit längeren Ladeflächen stehen auch eine Pritschenvariante mit Plane sowie eine Kipper-Version zur Wahl.

Ebenfalls bestellbar ist der Ari 458 mit Kofferaufbauten in drei verschiedenen Größen. Der in jedem Fall 7,5 kW/10 PS starke Antrieb beschleunigt bis 78 km/h. Abhängig von der gewählten Batterie sind 120 bis 495 Kilometer Reichweite möglich. Die Preise für den Ari 458 starten bei 11.700 Euro netto.

Der Leichtbau-Laster G2

Auch seit 2019 in Deutschland erhältlich ist der nach L7e homologierte Leichtbau-Laster G2 des französischen Herstellers Goupil, der wie der Ari mit verschiedenen Aufbauvarianten und mit unterschiedlichen Batteriegrößen bestellbar ist. Der rund 3,30 Meter kurze und 1,10 Meter breite Mini-Laster soll bis zu 500 Kilogramm Zuladung sowie bis zu 100 Kilometer Reichweite erlauben.

Seine Höchstgeschwindigkeit fällt mit 30 km/h etwas bescheiden aus. Der Preis hingegen nicht: Vor Mehrwertsteuer sollte man mit mehr als 20.000 Euro rechnen.

(ID:47152539)