Treibhausgas-Quotenhandel Millionendeal für Händler

Von Doris Pfaff

Der Treibhausgas-Quotenhandel ermöglicht Händlern für Eigenzulassungen von E-Autos ein lukratives Zusatzgeschäft: Allein 15 Millionen Euro sind für 2021 noch abrufbar. Der ZDK bietet für die Abwicklung die Plattform Geld-für-eauto.de.

Kfz-Betriebe können mit ihren Eigenzulassungen vom Handel mit den eingesparten CO2-Emissionen profitieren.
Kfz-Betriebe können mit ihren Eigenzulassungen vom Handel mit den eingesparten CO2-Emissionen profitieren.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay )

Welche Möglichkeit bietet sich Autohäusern und Kfz-Werkstätten, von Treibhausgas-Minderungsquoten (THG-Quoten) zu profitieren? Christoph Stricker vom Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) ist Ansprechpartner für das THG-Projekt. Er errechnete anhand der Eigenzulassungen von 47.000 rein elektrischen Pkw für den Autohandel allein für das Jahr 2021 Zusatzeinnahmen in Höhe von rund 15 Millionen Euro.

Möglich macht das die gesetzliche Verpflichtung für die Mineralölindustrie, ihre THG-Minderungsquote von derzeit 6 Prozent auf 25 Prozent bis 2030 zu erhöhen. Um das zu erreichen, ist es erlaubt, CO2-Zertifikate zum Beispiel von E-Auto-Fahrern oder Ladestromanbietern anzukaufen. Hybridfahrzeuge sind von diesem THG-Quotenhandel ausgeschlossen. Für die Abwicklung bietet der ZDK mit seinem Kooperationspartner Zusammenstromen die Plattform Geld-für-eauto.de, auf der bereits Hunderte Anträge gestellt wurden.