Alternative Kraftstoffe Mineralölunternehmen kämpfen für E-Fuels

Autor / Redakteur: ampnet / Marie Lücke

Mit einer Aktion im Berliner Regierungsviertel hat der Bundesverband mittelständischer Mineralölunternehmen den Startschuss für eine Kampagne namens „E-Fuels for Future“ gegeben. Nach Ansicht des Verbands fokussiert sich die Politik zu sehr auf die Elektromobilität.

Firma zum Thema

Aktion zugunsten von E-Fuels setzt Zeichen vor dem Reichstagsgebäude.
Aktion zugunsten von E-Fuels setzt Zeichen vor dem Reichstagsgebäude.
(Bild: Ampnet)

Der Bundesverband mittelständischer Mineralölunternehmen (Uniti) wollte den Rasen vor dem Reichstag nicht immer nur den Umweltaktivisten überlassen. Mit einer Aktion im Berliner Regierungsviertel sollten einmal andere Bilder entstehen. „E-Fuels for Future“ – dieser Slogan wird Autofahrern bis Mitte Oktober an mehr als 1.000 Tankstellen, Tankwagen, in rund 2.000 Freien Werkstätten sowie an Lieferfahrzeugen des freien Kfz-Teilehandels begegnen. Auch über 100 Heizölhändler beteiligen sich an der Aktion.

Sie alle wollen das Interesse der Autofahrer für klimaneutrale Flüssigkraftstoffe wecken, die sogenannten E-Fuels. Diese Kraftstoffe nutzen zum Beispiel das CO2 der Luft und formen es mithilfe von Strom zu Benzin, Diesel, Kerosin oder Brennstoff für Heizung und Industrie um. Sie sind also CO2-neutral und schaden dem Klima nicht. Darauf will der Bundesverband nun mit einem breiten Instrumentarium an klassischen Werbe- und Imageträgern hinweisen sowie mit PR-Aktionen und über elektronische Medien werben. Unter www.e-fuels.de ist eine Website geschaltet, die über den Einsatz von E-Fuels im Kraft- und Brennstoffmarkt sowie im Schmierstoffbereich informiert.

Uniti sieht Zukunftspotenzial in E-Fuels

„E-Fuels sind unverzichtbar, wenn Deutschland das ambitionierte Ziel der Klimaneutralität bis zum Jahr 2045 erreichen will und dabei auch zukünftig seinen Wohlstand behalten möchte“, erläutert Elmar Kühn, Hauptgeschäftsführer von „UNITI“. Von 2045 an darf dann kein CO2 aus fossilen Quellen mehr emittiert werden. Kühn ist nicht allein, wenn er darauf hinweist, dass Deutschland eine Lücke bei der Versorgung mit erneuerbaren Energien droht, weil das Ausbaupotenzial für grünen Strom aus Wind und Sonne hierzulande eng begrenzt ist. Gleichzeitig kann Strom schlecht nach Deutschland transportiert werden. Mit flüssigen E-Fuels dagegen lassen sich erneuerbare Energien aus wind- und sonnenreichen Regionen nach Deutschland importieren. „Wir sind der Auffassung, dass die Bürgerinnen und Bürger das gerade mit Blick auf die Bundestagswahl wissen müssen,“ begründet Kühn den Zeitpunkt der Aktion.

(ID:47603468)