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Mini stellt eigene Datenbrille vor

Autor: Andreas Wehner

Bei Mini könnte eine Brille künftig das Head-up-Display ersetzen und den Fahrer während der Fahrt mit allen relevanten Informationen versorgen.

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Mini hat eine eigene Datenbrille entwickelt und präsentiert den Prototypen in Shanghai.
Mini hat eine eigene Datenbrille entwickelt und präsentiert den Prototypen in Shanghai.
(Foto: Mini)

Das Head-up-Display war gestern. Wenn es nach Mini geht, könnte eine Datenbrille diese Technologie künftig ersetzen und den Fahrer während der Fahrt mit allen relevanten Informationen versorgen. Auf der Autoshow in Shanghai (22. bis 29 April) stellt die BMW-Tochter einen Prototypen mit der Bezeichnung „Mini Augmented Vision“ vor.

Sie blendet beispielsweise die Geschwindigkeit oder Navigationshinweise ein, gibt Hilfestellung beim Parken, weist auf eingegangene Nachrichten hin oder ermöglicht sogar den virtuellen Blick durch Fahrzeugteile.

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Die eigens für Mini designte Brille wurde in Zusammenarbeit mit dem US-Mobilfunkspezialisten Qualcomm entwickelt. Zu einer möglichen Serienfertigung macht der Autobauer bislang keine Angaben. Auch andere Hersteller experimentieren mit vergleichbaren Datenbrillen. So wollen einige Autobauer beispielsweise auf Google Glass setzen. Allerdings ist die Rechtslage zur Benutzung solcher Brillen im Straßenverkehr vielerorts unklar.

Bei Minis Datenbrille werden folgende Funktionen in das Sichtfeld projiziert:

  • Zieleingabe für Navigation und Übergabe an das Fahrzeug: Orte als Zielpunkt auch außerhalb des Fahrzeugs auswählen und anschließend an dieses übergeben.
  • First Mile/Last Mile: Navigationsanzeige vom aktuellen Standort zum Fahrzeug bzw. vom Fahrzeug zum Ziel.
  • Head-up-Funktionen: Anzeige von Geschwindigkeit, Tempolimit, usw. über die Brille und damit im primären Sichtfeld des Fahrers. Diese werden stets an der gleichen Position oberhalb des Lenkrads angezeigt, um keine Verkehrsteilnehmer zu überdecken.
  • Kontaktanaloge Navigation und Points of Interest: Erweiterung der Realität durch kontaktanaloge Navigationspfeile “auf der Straße”, sodass der Blick stets auf den Verkehr gerichtet bleiben kann. Zusätzlich ist eine kontaktanaloge Anzeige interessanter Orte entlang der Route, wie zum Beispiel freier Parkplätze, möglich.
  • Messaging: Bei eingehender Nachricht wird ein kleines Symbol in der Brille angezeigt. Die SMS/Kurznachricht kann dann durch das Fahrzeug vorgelesen werden. Aus Sicherheitsgründen ist das Anzeigen des Textes während der Fahrt nicht möglich.
  • X-Ray-View/transparente Fahrzeugteile: Der virtuelle Blick durch Fahrzeugteile (wie A-Säule, Türen, etc.) wird ermöglicht, um verdeckte Bereiche sichtbar zu machen.
  • Augmented Parking: Erleichtert das Einparken durch das Einspielen der Bilder einer im (rechten) Spiegel verbauten Kamera in die Brille. So lässt sich der Abstand zum Randstein eindeutig und bequem feststellen.

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Über den Autor

 Andreas Wehner

Andreas Wehner

Redakteur im Ressort Newsdesk bei »kfz-betrieb«