Mission E Cross Turismo – spannender Prototyp

Erste Ausfahrt in Porsches elektrischen Vorboten

| Autor: sp-x

Außerdem gibt einem die Zwangspause genügend Zeit, eine weitere Neuerung im Cross Turismo zu würdigen: die digitale Bedienlandschaft, die selbst die im neuen Panamera schon wieder ziemlich alt aussehen lässt: Alles, was im Cross Turismo zu steuern und zu regeln ist, erledigt man über Sensorfelder und Touchscreens und alles, was einem das Auto mitzuteilen hat, erscheint auf den drei Bildschirmen hinter dem Lenkrad, in der Mittelkonsole und vor dem Beifahrer, der erstmals sein eigenes Display bekommt.

Obwohl das alles frisch und fremd ist, wirkt es zugleich ungeheuer vertraut. Denn ein paar Konstanten haben die Schwaben in die neue Zeit gerettet: Eine grafische Darstellung der Beschleunigung in der Mitte der Anzeige erinnert an den bei Porsche sonst immer so dominanten Drehzahlmesser. Und natürlich gibt es links vom Lenkrad, wenn schon kein Zündschloss mehr, dann zumindest einen Startknopf.

Zwar markiert der Mission E den Beginn einer neuen Ära bei Porsche und nicht nur der Cross Turismo zeigt, dass die Schwaben einen großen Plan für eine komplette Modellfamilie haben. Schließlich sollen Weckbachs Stromer schon in wenigen Jahren auf einen Anteil von 25 Prozent an der Porsche-Produktion kommen – ein Ansinnen, dass sich die Schwaben stolze sechs Milliarden Euro kosten lassen. Doch so ganz muss die Vollgasfraktion die Flinte nicht ins Korn werfen – nicht nur, weil der Mission E nach allem, was der Prototyp erahnen lässt, wie ein typischer Porsche fahren wird.

Sondern weil der der Anfang des Elektrozeitalters eben nicht das Ende des Verbrenners markiert, beruhigt der Baureihenleiter die Gemüter: „Solange es für Autos wie einen 911R oder einen GT3 Kunden gibt und es die Gesetze erlauben, werden wir das eine tun und das andere nicht lassen.“ Schließlich kommt auch vor dem Mission E erst mal eine neue Generation 911 – und zwar mit einem Tankstutzen und bis auf weiteres ohne Steckdosenanschluss.

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