Mit 300-PS-Subaru durch den Eiskanal

Autor: Christoph Seyerlein

Rallyepilot und Stuntfahrer Mark Higgins ist vergangene Woche mit einem Subaru Impreza WRX STI die Bobbahn in St. Moritz hinuntergerauscht. Dabei entstanden beeindruckende Bilder.

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Mark Higgins hatte im Subaru Impreza WRX STI schwer mit der Natureis-Bobbahn von St. Moritz zu kämpfen.
Mark Higgins hatte im Subaru Impreza WRX STI schwer mit der Natureis-Bobbahn von St. Moritz zu kämpfen.
(Bild: Anthony Cullen)

Was stellt ein Rallyefahrer mit einem 300 PS starken Subaru Impreza WRX STI im Wintersportzentrum St. Moritz in der Schweiz an? Natürlich, er schießt mit seinem Boliden die letzte noch bestehende Natureis-Bobbahn hinunter. An dieses Unterfangen hat sich der britische Rallye-Pilot Mark Higgins vergangene Woche tatsächlich gewagt. Und das alles nur, um ein möglichst beeindruckendes Video zu drehen.

Die Idee dazu war Jeremy Hart, einem früheren Formel-1-Kommentator, gekommen. Hart gehört mittlerweile zum Management der Agentur Inccontent.com, die regelmäßige außergewöhnliche Ideen für Content in die Tat umsetzt. Jüngstes Projekt war die Schlittenfahrt auf vier Rädern. Als Austragungsort dafür kam nur St. Moritz in Frage, da diese Bahn an das Vorhaben angepasst werden konnte. Weltweit gibt es sonst keine Bobbahn mehr mit Natureis. Mit rund 5.000 Kubikmetern verbautem Schnee ist der Eiskanal dem schweizerischen Blatt „20 Minuten“ zufolge „die größte Schneeskulptur der Welt.“

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Damit der 300-PS-Subaru überhaupt durch die Eisröhre passt, mussten die Eistechniker die Strecke im Vorfeld etwas verbreitern. Rund vier Tage lang arbeiteten sie daran. Hart und Higgins hatten die beiden anliegenden Gemeinden und den Geschäftsführer der Bobbahn für ihr Projekt begeistern können. Letztendlich stand Higgins die halbe Strecke für seinen Versuch zur Verfügung, da das Auto an einer Stelle nicht unter einer Brücke über der Bahn durchgepasst hätte.

Schließlich stürzte sich der 45-jährige Brite, der neben seiner Rallye-Karriere auch schon als Stunt-Fahrer für Schauspieler James Craig in den James-Bond-Filmen „Skyfall“ und „Ein Quantum Trost“ aktiv war, mit seinem Subaru auf das Eis. Das Auto hatte im Vorfeld die hauseigene Schmiede des Herstellers, die Subaru Tecnic International (STI), ebenfalls extra präpariert. Unter anderem waren die Reifen mit Spikes für möglichst hohen Grip bestickt.

In den schnellen Kurven kam Higgins dennoch gehörig in Schleudern, entsprechend verbeult sah der Wagen nach der Fahrt aus. So schnell wie ein Bob war der Subaru übrigens nicht ganz unterwegs: In der Horse-Shoe-Kurve, einer der Schlüsselstellen der Strecke, hatte Higgins laut „20 Minuten“ etwa 60 Stundenkilometer drauf, Schlitten bringen es dort auf rund 70 km/h.

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Entwicklungsredakteur