Mit Luxus zurück zum Erfolg? Das hält die Kfz-Branche von Daimlers Plänen

Autor: Christoph Seyerlein

Nach zuletzt herben Verlusten will Daimler-Chef Ola Källenius den Konzern auf Rentabilität trimmen. Mehr Luxus statt Volumen lautet die Devise. Ist das der richtige Weg? »kfz-betrieb« fragte nach und bekam fast 3.000 Antworten.

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Die S-Klasse soll bei Mercedes wieder stärker in den Fokus rücken.
Die S-Klasse soll bei Mercedes wieder stärker in den Fokus rücken.
(Bild: Mercedes)

Daimler-Chef Ola Källenius hat Daimler nach zuletzt hohen Verlusten auf einen harten Sparkurs eingeschworen. Zugleich kündigte der Schwede an, der Konzern wolle zurück zu seinem Kern als Hersteller von Luxusfahrzeugen. Den Auftakt dazu soll die neue Mercedes S-Klasse bilden, die noch in diesem Jahr erwartet wird.

Kasse vor Masse – eine gute Idee? Diese Frage stellte »kfz-betrieb« seiner mehr als 30.000 Follower starken Community bei Instagram. An der Umfrage nahmen insgesamt 2.970 User teil. Und das Feedback fiel überwiegend positiv aus: Eine knappe Zwei-Drittel-Mehrheit (64 %) wähnt Daimler demnach auf dem richtigen Weg.

Unter Källenius Vorgänger Dieter Zetsche legte Mercedes aus Verkaufssicht gleich mehrere Rekordjahre hin. Beim Absatz lag die Daimler-Tochter zuletzt regelmäßig vor den Hauptkonkurrenten BMW und Audi. Allerdings hatte das seinen Preis: Der Hersteller investierte hohe Summen in kleinere Modelle wie die A- und B-Klasse. Das schmälerte den Ertrag. Dort lagen die Schwaben über die Jahre hinweg hinter der Konkurrenz zurück.

Nun also die Kehrtwende: Källenius stellt Rentabilität vor Volumen. Das Produkt-Portfolio dürfte sich in den kommenden Jahren verändern. Medienberichten zufolge soll beispielsweise die aktuelle B-Klasse keinen Nachfolger bekommen.

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Fachredakteur Next Mobility