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Mit Mittelfinger und Döner geblitzt: 23-Jährigem droht großer Ärger

Autor / Redakteur: dpa / Christoph Seyerlein

In einem Dienstwagen einer nicht mehr aktiven Firma fühlte sich ein 23-Jähriger so sicher, dass er mit Absicht mindestens 20 Mal zu schnell an einem Blitzer vorbeifuhr und sich dabei noch den ein oder anderen Spaß daraus machte. Jetzt flog der Mann auf.

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Mindestens 20 Mal ist ein 23-Jähriger absichtlich zu schnell an einer Radarfalle vorbeigefahren.
Mindestens 20 Mal ist ein 23-Jähriger absichtlich zu schnell an einer Radarfalle vorbeigefahren.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay )

Mit Riesenärger muss ein 23-jähriger Mann aus Nordrhein-Westfalen rechnen, der mindestens 20 Mal absichtlich zu schnell an einem Blitzer vorbeigefahren ist. Der 23-jährige habe im Moment des Blitzens Grimassen gezogen, Handzeichen wie den Stinkefinger gemacht oder spöttisch seinen Döner hochgehalten, sagte ein Polizeisprecher am Montag.

Teilweise fuhr er Tempo 128 bei erlaubten 70 Kilometer pro Stunde, zudem habe er gar keinen Führerschein besessen. Der Mann habe sich sicher gefühlt in der falschen Überzeugung, nicht identifiziert werden zu können.

Der Wagen war nämlich von einer Autovermietung geleast und als Dienstwagen auf eine Firma zugelassen, die ihre Geschäftstätigkeit eingestellt hatte. Es gab keine Ansprechpartner mehr, deshalb sei der Mann zunächst unbekannt geblieben, sagte der Polizeisprecher.

Zufallsfund enttarnt den 23-Jährigen

Möglicherweise habe er den Wagen unterschlagen. Vergangenen Freitag habe eine Mitarbeiterin der Kreisbußgeldstelle den Wagen in Bergneustadt zufällig auf der Straße entdeckt. So wurde er gefasst.

Der 23-Jährige habe die Taten eingeräumt und gesagt, die Knöllchen absichtlich produziert zu haben, weil er seinem Chef schaden wollte, sagte der Polizeisprecher. Auch das beruhte allerdings auf einem Irrtum: Für Knöllchen zahlt der Fahrer, nicht der Halter.

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