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Mitarbeiterrekrutierung: Alternativ-Los

Autor / Redakteur: Steffen Dominsky, Holger Schweitzer / Steffen Dominsky

Passende Auszubildende bzw. Mitarbeiter auf traditionelle Weise zu finden, wird auch im Kfz-Gewerbe immer öfter zum Glücksspiel. Genau diese Tatsache rückt nun Bewerber ins Blickfeld der Unternehmen, die diese aufgrund ihres „Handicaps“ bislang links liegen ließen.

(Bild: Arne Dedert/dpa)

Selbst die, die man einst als Lehrlinge außer zum Putzen nur zum Brotzeitholen einsetzte, hatten fachlich etwas auf dem Kasten: Sie konnten zählen bzw. rechnen. Anderenfalls hätte es mit den Gesellen und Meistern mächtig Ärger gegeben, hätten die nicht ihr Wechselgeld auf Heller und Pfennig bekommen. Doch diese Zeiten sind mehrheitlich vorbei – leider, könnte man sagen. Denn abgesehen davon, dass man Azubis heute kaum mehr zur Nahrungsbeschaffung einsetzt: Zählen bzw. Rechnen können einige von ihnen heute gar nicht mehr. Oder es hapert an anderem Grundlegenden, z. B. im sozialen Bereich. „Nicht ausbildungsfähig“, sagen dann die, die den Auftrag haben, eben genau das mit den jungen Leuten zu tun.

Doch nicht nur die Qualität – glaubt man den Aussagen vieler Betriebe bzw. Berufsschullehrer – der Bewerber um einen Ausbildungsplatz hat in den vergangenen Jahren spürbar nachgelassen. Es gibt auch schlicht immer weniger. Und dabei kann sich das Kfz-, anders als andere Gewerbe, noch glücklich schätzen: Im Verhältnis ist die Situation hier weniger angespannt. Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass viele Autohäuser und Werkstätten Personalprobleme haben. Motto: Woher nehmen und nicht stehlen?