Mitsubishi forciert die E-Klasse

Deutscher Kunde muss überzeugt werden

15.09.2011 | Redakteur: Gerd Steiler

Es geht „Schritt für Schritt“ voran: Mitsubishi-Deutschland-Chef Hiroshi Taguchi (re.) und Vertriebsdirektor Horst Schollmeyer wollen in Sachen Elektromobilität neue Zeichen setzen.
Es geht „Schritt für Schritt“ voran: Mitsubishi-Deutschland-Chef Hiroshi Taguchi (re.) und Vertriebsdirektor Horst Schollmeyer wollen in Sachen Elektromobilität neue Zeichen setzen.

Mitsubishi setzt voll auf Zukunftstechnologie. Angespornt durch den Erfolg des E-Pioniers i-MiEV will der japanische Autobauer im Zuge seines neuen Drei-Jahres-Plans bis 2015 insgesamt acht Elektro- und Plug-in-Hybrid-Fahrzeuge auf den (deutschen) Markt bringen. „Bis dahin sollen Elektro- und Hybridmodelle rund fünf Prozent unseres Gesamtabsatzes in Deutschland bestreiten. Bis 2020 soll deren Anteil dann auf etwa 20 Prozent wachsen“, so der Geschäftsführer von Mitsubishi Motors Deutschland, Hiroshi Taguchi, im IAA-Gespräch mit »kfz-betrieb«-ONLINE.

Den Anfang machen 2012 der neue Outlander (September) und ein neues Einstiegsmodell auf Basis der in Genf gezeigten Kleinwagenstudie „Concept Global Small“ (Jahresende). Das künftige Weltauto wird in die Fußstapfen des Colt treten und soll pro Jahr mindestens genau so viele Kunden in Deutschland finden wie der Mitsubishi-Klassiker. Ebenso wie der große SUV-Bruder soll der „Global Small“ schon zum Marktstart auch als Plug-in-Hybrid verfügbar sein. Eine reine Elektroversion des Kleinwagens soll im Jahr 2013 folgen.

Markt mit Besonderheiten

Einen ersten Vorgeschmack auf den neuen Outlander gab Mitsubishi mit der in Frankfurt präsentierten SUV-Hybrid-Studie „Concept PX-MiEV“, die laut Taguchi „schon sehr viele Elemente“ des künftigen Serienmodells enthält. Weitere Plug-in-Hybrid-Versionen sind in naher Zukunft auch für die Modelle ASX und Lancer geplant. „Ab 2013/2014 werden wir fast alle Modellreihen nicht nur mit klassischem Benzin- oder Dieselmotor, sondern auch als Plug-in-Hybrid oder mit reinem Elektroantrieb anbieten“, so Taguchi.

Allerdings warte der deutsche Markt mit zwei Besonderheiten auf. Zum einen sei der deutsche Kunde bei der Zukunftstechnologie Elektromobilität „deutlich vorsichtiger“ als etwa der technikverliebte Klient in Japan oder den USA. Zum anderen habe sich die Bundesregierung - anders als andere Administrationen - bei der (finanziellen) Förderung der Elektromobilität lange Zeit merklich zurückgehalten. „Inzwischen aber geht die Entwicklung auch in Deutschland Schritt für Schritt in die richtige Richtung. In den nächsten 5 bis 10 Jahren werden wir hierzulande große Fortschritte bei der Fahrzeug- und Batterietechnik sowie beim Ausbau der Infrastruktur erleben. Wie alles im Leben braucht eben auch das Thema Elektromobilität viel Ausdauer und Geduld“, meint Taguchi.

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