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Mitsubishi i-MiEV: Start ins E-Zeitalter

| Autor / Redakteur: SP/X/ole / Gerd Steiler

Mit Mitsubishi i-MiEV, Citroën C-Zero und Peugeot iOn sind seit einigen Tagen die ersten reinrassigen Elektroautos im Handel. Angesichts des stolzen Einstiegspreises von rund 35.000 Euro dürften Privatkunden bis auf Weiteres aber Mangelware bleiben.

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Mit dem Mitsubishi i-MiEV, dem Citroën C-Zero und dem Peugeot iOn sind seit einigen Tagen die ersten reinrassigen Elektroautos im Handel. Angesichts der durchaus üppigen Einstiegspreise (Mitsubishi: 34.390 Euro, Citroën: 35.164 Euro) ist es nicht verwunderlich, dass beispielsweise die ersten 600 i-MiEVS nicht an Privatkunden sondern an Flottenabnehmer wie Kommunen und Behörden gehen. Peugeot verzichtet derweil ganz auf untaugliche Verkaufsversuche und bietet seinen Stromer iOn zunächst ausschließlich als Leasingoption zu Monatsraten von 500 Euro.

Obwohl der Mitsubishi i-MiEV gut einen halben Meter kürzer ist als ein VW Polo, bietet er Platz für vier Insassen. Dabei sitzt es sich dank des vergleichsweise langen Radstandes von 2,55 Metern sogar im Fond recht bequem.

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Leistung 67 PS, Reichweite 150 Kilometer

Angetrieben wird der viertürige Mini-Stromer von einem Elektromotor, der 49 kW/67 PS auf die Straße bringt und maximales Drehmoment von 180 Nm entwickelt. Die Reichweite pro Akkufüllung beträgt laut Hersteller 150 Kilometer. In der Realität allerdings verringert sich dieser Wert deutlich. Dies gilt vor allem für die Autobahn, wo der Aktionsradius auf knapp die Hälfte zusammenschmilzt - auch wenn man die Höchstgeschwindigkeit von 130 km/h nicht ausfährt.

Geschaltet wird der i-MiEV wie konventionelle Autos mit Automatik über einen Wählhebel in der Mittelkonsole. Das Getriebe des Mitsubishi benötigt aber lediglich einen Gang. Gewöhnungsbedürftig ist während der Fahrt neben dem fast unhörbaren Motorengeräusch vor allem die Bremsenergierückgewinnung. Sie wird aktiv, sobald der Fahrer den Fuß vom Gas nimmt und führt zu einer ungewohnt starken Verzögerung. Neben dem normalen D-Modus gibt es deshalb noch eine Komfort-Einstellung, in der die Bremsenergiegewinnung weniger stark ausfällt.

Getankt wird der Kleinwagen über einen Steckanschluss an der rechten Fahrzeugseite. Bis eine vollständig entladende Batterie wieder komplett geladen ist, dauert es allerdings bis zu sechs Stunden. Schneller als an der Haushaltssteckdose geht es an einer Schnellladestation. Dort sind nach einer halben Stunde etwa 80 Prozent der vollen Ladekapazität erreicht.

Reichhaltige Ausstattung

Die Serienausstattung des Mitsubishi-Stromers ist fast vollständig. Sie umfasst unter anderem Servolenkung, ABS mit Notbremsassistent, ESP, sechs Airbags, Klimaanlage und Metallic-Lackierung. Für die Batterie sowie die wichtigsten Elektrokomponenten gibt der Hersteller eine Garantie von fünf Jahren bzw. bis zu einer Laufleistung von 100.000 Kilometern.

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