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Mitsubishi: Mehr Absatz durch aggressive Preise

Autor: Martin Achter

2014 lief gut, 2015 soll besser werden: Nach mageren Jahren will Mitsubishi sein Geschäft in Deutschland weiter ausbauen. Im Wettbewerb setzt die Importmarke auf günstige Preise.

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(Foto: Achter)

Mitsubishi will seinen Absatz auf dem deutschen Markt weiter anschieben. „Wir sind im letzten Jahr mit aggressiven Preisangeboten gestartet, um den Markt zu aktivieren“, sagte Jens Schulz, Vertriebsleiter der Mitsubishi Motors Deutschland Automobile (MMDA), am Donnerstag in Potsdam auf einer Händlertagung. „In diesem Jahr gehen wir diesen Weg in der Kommunikation weiter.“ Die Kundenansprache solle ergänzt werden durch eine Upselling-Strategie. Das heißt: Importeur und Händler kommunizieren gegenüber dem Kunden in der Werbung günstige Einstiegsmodelle und bieten im Beratungsgespräch dann gezielt Fahrzeuge mit hochwertigeren Ausstattungsvarianten an.

Auch MMDA-Geschäftsführer Werner H. Frey betonte, Mitsubishi wolle 2015 in Deutschland nach mageren Jahren das Wachstum weiter fortsetzen: „Wir müssen im Vertrieb weiter eine hohe Geschwindigkeit gehen“, forderte Frey. Ziel sei es, in diesem Jahr einen Neuwagenabsatz von mindestens 30.000 Einheiten zu erreichen und damit einen Marktanteil von einem Prozent.

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Im vergangenen Jahr hatte Mitsubishi ein Absatzplus von rund 14,1 Prozent erzielt und insgesamt 24.131 Einheiten verkaufen können. Seit Jahren war das Neuwagengeschäft der Marke mit dem Diamantenlogo auf dem deutschen Markt rückläufig. Der Marktanteil 2014 lag bei 0,8 Prozent.

Neben der Preiskommunikation sollen verschiedene weitere Faktoren das Geschäft beflügeln: Unter anderem soll die Werbung intensiviert werden. Die MMDA plant für 2015 sieben nationale Kommunikationswellen über verschiedene Kanäle, die insgesamt 29 Kalenderwochen abdecken sollen. MMDA-Manager Werbung und Verkaufsförderung, Carsten Duddek, forderte die Händler auf, die Werbung von Seiten des Importeurs durch lokales Marketing in den eigenen Märkten zu ergänzen. Daneben soll es eine Rundumerneuerung der Händler-Websites geben. Beifall der anwesenden Partner erhielt die Ankündigung, dass Mitsubishi in diesem Jahr wieder auf der IAA vertreten sein wird – mit einem 1.500 Quadratmeter großen Stand.

Neben der Werbekommunikation will die MMDA den Kundendienst voranbringen. Die bereits etablierte zweite Ersatzteillinie mit günstigen Teilen, die sich an Kunden älterer Fahrzeuge richtet, soll ausgebaut werden. Fast zwei Drittel des Bestands an Mitsubishi-Fahrzeugen auf Deutschlands Straßen sind älter als acht Jahre. Daneben präsentierte Aftersalesleiter Peter Beck eine neue Teilelogistik mit dezentralen Lagern. Händler sollen bis morgens um 9 Uhr Teile bestellen können und diese bis 14 Uhr geliefert bekommen. Geplant war dieses sogenannte Duale System schon 2014. Allerdings verzögerte sich die Einführung aufgrund der Komplexität. Daneben soll es im Aftersales künftig 14 statt bisher 8 Gebiete und Gebietsleiter geben.

Im Fahrzeugvertrieb der Händler soll in diesem Jahr ein Fokus auf dem Gewerbekundengeschäft liegen. So kommt unter anderem die neue Generation des Pick-up L200 auf den Markt. Dieses Fahrzeug gibt es künftig auch in einer Variante als „Kommunalpaket“ mit entsprechender Finanzierung. Das Fahrzeug ist dann als Schneeräumfahrzeug umgebaut. Auch gibt es weiterhin eine Variante als Kipper.

Des Weiteren kommt in diesem Jahr ein überarbeiteter Outlander zu den Händlern. Und auch die Variante des SUVs als Plug-in-Hybrid, die Mitsubishi erst 2014 in den Markt einführte, erhält eine optische Auffrischung, die eine bessere Differenzierung gegenüber der Version mit Verbrennungsmotor ermöglichen soll.

Modellseitig soll der Absatz 2015 durch drei Modellreihen getrieben werden. Den Kleinwagen Space Star will Mitsubishi auch weiter ab 6.990 Euro anbieten. Das SUV ASX soll ab 15.990 Euro bei den Händlern stehen. Und der Outlander ergänzt die Reihe nach oben.

Mitsubishi veranstaltete in dieser Woche vier regionale Händlertagungen, um seine Vertragspartner auf 2015 einzustimmen. Anfang 2014 hatte die Emil-Frey-Gruppe Deutschland mit Sitz in Stuttgart die Rolle des Importeurs übernommen.

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Über den Autor

 Martin Achter

Martin Achter

Redakteur Management & Handel bei »kfz-betrieb«