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Mitsubishi: Weiteres Wachstum ab 2013

| Autor / Redakteur: Andreas Wehner / Andreas Wehner

Nach einem guten Jahr 2011 rechnet Mitsubishi Motors Deutschland für dieses Jahr mit Verkaufszahlen auf einem ähnlichen Niveau. Dank neuer Modelle soll der Absatz ab 2013 wieder steigen.

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Der neue und der alte Mitsubishi-Vertriebschef: Harald Schallenberg (links) und Horst Schollmeyer. (Foto: Wehner)
Der neue und der alte Mitsubishi-Vertriebschef: Harald Schallenberg (links) und Horst Schollmeyer. (Foto: Wehner)

Nach dem kräftigen Wachstum 2011 rechnet Mitsubishi in diesem Jahr mit Absatzzahlen auf dem Niveau des Vorjahres. Das kündigte der neue Mitsubishi-Deutschland-Vertriebschef Harald Schallenberg zusammen mit dem bisherigen Vertiebsleiter Horst Schollmeyer, der im Sommer in den Ruhestand geht, auf dem Genfer Autosalon an. „Wir wollen wieder etwa 30.000 Einheiten schaffen“, sagte Schallenberg im Gespräch mit »kfz-betrieb ONLINE«. Im vergangenen Jahr verbuchte der Importeur auch dank des neu gestarteten Kompakt-SUV ASX ein Plus von über 20 Prozent.

Ab dem kommenden Jahr sollen die Verkäufe der japanischen Marke wieder steigen. „Wir haben 2013 das erste volle Verkaufsjahr des neuen Outlander, außerdem startet im Januar der Verkauf des neuen Kompaktautos Global Small“, so Schallenberg. Das werde sich in steigenden Absatzzahlen niederschlagen, zeigten sich beide Manager überzeugt.

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Wegen des Stopps der Produktion in Europa erwartet Schallenberg keine Nachteile für den Handel. „Unsere Partner sind gewohnt, im Voraus zu planen, und haben eine mustergültige Lagerbevorratung“, sagte Schallenberg. Die Entscheidung sei auch nicht so plötzlich gefallen, wie es den Anschein hatte, sondern wurde schon seit 2010 diskutiert. Mitsubishi hatte angekündigt, mit dem Auslaufen der Produktion des Colt keine Autos mehr im niederländischen Nedcar-Werk zu bauen.

Nach dem i-Miev will Mitsubishi weitere Elektrofahrzeuge bringen. Bis 2020 sollen 20 Prozent der weltweiten Mitsubishi-Produktion E-Autos sein. Acht Modelle will der japanische Autobauer bis 2015 entwickeln. Nicht alle werden jedoch nach Deutschland kommen. Schallenberg hält den deutschen Markt für besonders schwer vorhersehbar. „Die staatliche Förderung wird entscheidend sein, aber auch von der Entwicklung der Spritpreise in den nächsten Jahren wird es abhängen, wie gut Elektroautos in Deutschland akzeptiert werden“, glaubt Schallenberg. Mitsubishi werde jedenfalls mit seinen Elektro- und Hybridfahrzeugen bestens gerüstet sein.

130 Gramm CO2 pro Kilometer beim Outlander

Trotzdem sei es für die japanische Marke wichtig, auch die Verbrennungsmotoren weiterzuentwickeln und zu verbessern. „Das zeigen wir eindrucksvoll mit dem nächsten Outlander. Er wird auf einen CO2-Ausstoß von etwa 130 Gramm pro Kilometer kommen“, sagte Horst Schollmeyer. Das SUV startet im Spätsommer, im Jahr 2013 folgt eine Plug-in-Hybrid-Variante, die laut Mitsubishi unter 50 Gramm CO2 pro Kilometer ausstoßen wird. Der nächste Outlander wird der erste allradgetriebene Plug-in-Hybrid weltweit sein.

Die Themen, die im vergangenen Jahr zwischen dem Importeur und dem Händlerverband diskutiert wurden, sind laut Mitsubishi inzwischen gelöst. So wurde ein neues Garantie-Auditverfahren eingeführt, das nach anfänglichen Rückfragen mittlerweile akzeptiert sei. Für Mitsubishi stehe im Vordergrund, die Prozesse im Handel zu verbessern. Es gehe nicht darum, bei den Händlern Geld abzuholen. „Wir handhaben das wie bisher sehr fair und stellen keine ungerechtfertigten Rückforderungen“, sagte Schollmeyer.

Auch bei den vom Handel kritisierten Leasingkonditionen für den i-Miev gibt es Bewegung. „Wir sind mit unserer Bank in Verhandlungen, um ein neues, wettbewerbsfähiges Angebot machen können. Damit werden wir demnächst starten“, sagte Schallenberg.

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