Mobilitätsmesse E-Motion: Alternative Antriebe im Fokus

Autor: Doris Pfaff

Zum sechsten Mal hat die Mobilitätsmesse E-Motion der Vestischen Kfz-Innung in Recklinghausen stattgefunden. Das Interesse an alternativen Antrieben war diesmal besonders groß.

Firmen zum Thema

Neue E-Fahrzeuge wie der VW-ID.3 zogen das Interesse der Besucher auf sich.
Neue E-Fahrzeuge wie der VW-ID.3 zogen das Interesse der Besucher auf sich.
(Bild: Innung Vestisches Kfz-Gewerbe)

Der Absatz von Elektrofahrzeugen in Deutschland erreichte im Juli mit einem Marktanteil von 11,4 Prozent bei den Neuzulassungen ein neues Rekordniveau. Das Interesse an E-Fahrzeugen ist groß. Das spürte auch die Vestische Innung des Kfz-Gewerbes Recklinghausen, die zum sechsten Mal zur E-Motion einlud.

Die kostenlose Mobilitätsmesse fand wieder auf dem offenen Gelände der ehemaligen Zeche Ewald im Kreis Recklinghausen statt. An rund 30 Ständen gab es Informationen und Beratungen zu Unterschieden, Vorteilen und der Infrastruktur von Batterie-Elektrofahrzeugen und Elektrofahrzeugen mit Brennstoffzelle und Wasserstoff. Die kostenlose Outdoor-Messe sollte ursprünglich im Juni stattfinden, musste wegen der Corona-Pandemie jedoch in den Herbst verschoben werden.

Bildergalerie

Markenvielfalt bei Elektrofahrzeugen

Besonders groß war in diesem Jahr das Interesse an Hybrid- und E-Fahrzeugen mit Brennstoffzelle, dem die Innung mit einer Auswahl an Fahrzeugen mit alternativen Antrieben Rechnung trug: Mit dabei waren Marken wie Toyota, Hyundai, BMW, Mini, Smart, Mercedes-Benz, Mitsubishi, VW, Nissan, Renault und Opel. Hinzu kam eine Auswahl an E-Scootern, Retro-E-Rollern, Hoverboards und E-Bikes.

Fokus auf Wasserstoff

„Das Interesse an alternativen Antrieben ist enorm gestiegen. Elektrofahrzeuge haben durch die Förderung ordentlich Aufwind erfahren. Doch gerade Wasserstoff als Treibstoff für emissionslose Brennstoffzellenfahrzeuge hat stark an Bedeutung gewonnen. Aus diesem Grund hat das Thema Wasserstoff einen Schwerpunkt der diesjährigen E-Motion gebildet“, sagte Dietlinde Stüben-Endres, Obermeisterin der Vestischen Innung des Kfz-Gewerbes Recklinghausen und Gelsenkirchen.

Insbesondere Wasserstoff habe in der Emscher-Lippe-Region eine lange Tradition und sei für den langfristigen Erfolg der Energiewende unerlässlich. Mit dem Anwenderzentrum H2Herten habe der Standort der Zeche Ewald bereits eine langjährige Expertise im Bereich Brennstoffzellen- und Wasserstofftechnik. Jetzt soll die Emscher-Lippe-Region durch eine Förderung zum Vorreiter einer nachhaltigen Wasserstoffwirtschaft werden, so die Obermeisterin.

Ein Grund mehr für den Veranstalter, die Technik in den Fokus zu stellen: Die Besucher erfuhren in Vorträgen, Diskussionen und Vorführungen den aktuellen Stand zum Thema Wasserstoff – von der Herstellung per Elektrolyse über die Nutzung im kommunalen und privaten Bereich bis hin zum Live-Tankvorgang an der Wasserstofftankstelle.

(ID:46894307)

Über den Autor

 Doris Pfaff

Doris Pfaff

Redakteurin bei »kfz-betrieb«, Ressort Verbände & Politik